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Wahrendorff-Betriebsrat hält Lohn-Plus für zu gering
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Lehrte Wahrendorff-Betriebsrat hält Lohn-Plus für zu gering

Das Klinikum Wahrendorff zahlt seinen examinierten Pflegekräften seit dem 1. Januar mehr Geld. Das Lohn-Plus von 2,5 Prozent reicht aus Sicht des Betriebsrats jedoch nicht aus, um genügend Mitarbeiter für die Einrichtung zu gewinnen und sie auch dort zu halten.

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Das Lohn-Plus von 2,5 Prozent reicht aus Sicht des Betriebsrats nicht aus, um genügend Mitarbeiter für das Klinikum Wahrendorff zu gewinnen und sie auch dort zu halten.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Ilten. Mit der Vergütungserhöhung für rund 700 Mitarbeiter will das Klinikum die Arbeit in der psychiatrischen Pflege in Zeiten zunehmenden Nachwuchsmangels attraktiver machen. Eine examinierte Pflegekraft erhalte nach drei Jahren Tätigkeit monatlich nun mehr als 2000 Euro, teilt Geschäftsführer Rainer Brase mit: „Das ist ein klares Signal. Wir wollen für gute Leistung mehr bezahlen und weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber in der Region bleiben.“

Auch der Betriebsrat der großen Psychiatrieeinrichtung begrüßt die Lohn- und Gehaltserhöhung ausdrücklich - hält sie aber für viel zu niedrig, um angesichts des zunehmenden Pflegenotstands genug Fachpersonal in dem Klinikum zu halten und neue Kräfte hinzuzugewinnen. Bereits jetzt könnten viele Stellen nicht mehr besetzt werden, und es würden vermutlich noch viel mehr, sagt der Betriebsratsvorsitzende Hartmut Völger.

30 Prozent Mitarbeiterfluktuation

Die Fluktuation von etwa 30 Prozent der Mitarbeiter Jahr 2012 sei gigantisch. Dieses Problem könne mit der geringen Vergütungserhöhung nicht gelöst werden, mit der die Einrichtung immer noch deutlich unter den Tarifgehältern bleibe. „Wir müssen aber Anreize setzen, dass mehr Pflegekräfte zu uns kommen“, meint Völger. Ein früherer Mitarbeiter habe beispielsweise seine Rückkehrpläne aus Bayern verworfen, weil er an seinem dortigen Arbeitsplatz viele hundert Euro mehr verdiene. Mit dem 2,5-Prozent-Plus bleibe das Klinikum zudem hinter dem im Oktober 2012 zugesagten „Topf“ für Gehaltserhöhungen im Volumen von etwa 700.000 Euro zurück, sagt Völger. Nach Berechnungen des Betriebsrats sei die Summe um etwa 40 Prozent verringert worden.

Er sieht einen Zusammenhang mit den anhaltenden Auseinandersetzungen um einst ausgehandelte Gewinnbeteiligungen der Arbeitnehmer, die Wahrendorff mittlerweile - ohne Beteiligung des Betriebsrats - weitgehend zurückgekauft hat. Zurzeit befasse sich damit das Bundesarbeitsgericht, sagt Völger.

Renate Brämer

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