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Stadt will vorerst keinen Wohnmobilplatz bauen

Lehrte Stadt will vorerst keinen Wohnmobilplatz bauen

Ausgerechnet zum Start in die neue Saison gibt es für Wohnmobilbesitzer eine schlechte Nachricht aus Lehrte: Die Stadtverwaltung will wegen der Haushaltssperre in diesem Jahr keinen Stellplatz auf dem Schützenplatz einrichten. Das letzte Wort darüber hat die Politik. Es gibt bereits Kritik.

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"Ein hervorragender Standort für Wohnmobilisten": Der Schützenplatz in Lehrte am Pfingstanger.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. Für den SPD-Ratsherrn, Wohnmobilisten und Mitinitiator Rolf Lüdeling ist die Entscheidung der Stadt nicht nur eine Enttäuschung: "Ich bin sogar ziemlich verärgert", sagt er. Es sei ein "Armutszeugnis", wenn der Hinweis auf die Kosten das einzige Argument sei und die Stadt nicht mal mehr Verkehrsschilder aufstellen könne. Denn für einen einfachen Stellplatz als ersten Schritt, der nur mit Schildern und Markierungen vom Schützenplatz abgetrennt würde, fielen lediglich Kosten von 4000 Euro an. Die Stadt argumentiert, dass der Bau eines Wohnmobilplatzes keine Pflichtaufgabe und deshalb vor dem Hintergrund der Haushaltssperre abzulehnen sei.

Seit drei Jahren gibt es die Initiative, auf dem Schützenplatz eine Stellmöglichkeit für bis zu 16 Wohnmobile zu schaffen. Diese würden mit Kosten von rund 15.000 Euro zu Buche schlagen - für Stromsäulen, Anschlüsse, Beleuchtung und Parkautomat. Dies würde die touristische Attraktivität der Stadt steigern und habe auch positive Effekte für die Geschäftswelt, heißt es.

Denn nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums geben Wohnmobilisten pro Übernachtung in einer Stadt bis zu 100 Euro aus, Lüdeling rechnet eher mit 70 Euro. "Dennoch würde sich so ein Stellplatz schnell refinanzieren", sagt er. Er schätze, dass mehr als 1000 Wohnmobilisten im Jahr den Stellplatz anfahren würden. Lehrte sei als Drehkreuz mit den Autobahnen und der Schützenplatz in der Innenstadt mit seinen Möglichkeiten ein hervorragender Standort. Den Vorschlag der Stadtverwaltung will Lüdeling deshalb nicht hinnehmen: "Ich werde der Vorlage nicht zustimmen."

Von Oliver Kühn

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