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Blues-Festifval: Aus Australien zum Rodelberch

Lehrte Blues-Festifval: Aus Australien zum Rodelberch

Wetter gut, Musik toll, 1700 Leute entspannt: Das 33. Blues-Festival war erneut ein Volltreffer. Da störte auch das Sicherheitskonzept nicht, das die Veranstalter erstmals der Stadt vorlegen mussten.

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Beim 33. Blues-Festival am Rodelberch in Lehrte scheint sogar die Sonne.

Quelle: Chadde

Lehrte. Die Blues-Familie kennt am ersten Sonnabend im September nur ein Ziel: den „Rodelberch“ im Lehrter Stadtpark. Dafür setzten sich Matt und Chris aus dem australischen Newcastle oder Wiebke aus Norwegen in den Flieger, um ehrenamtlich mitzuhelfen. Arnd aus Müden an der Aller packte Familie und Freunde ins Auto, schrieb den Kindern die Handynummer auf den Arm, damit niemand verloren gehen konnte und stellte trotz jahrzehntelanger Erfahrung fest: „Mist, Sonnenmilch vergessen“.

Das ahnte niemand, dass das 33. Blues-Festival mit der norddeutschen Regengarantie plötzlich von der Sonne ausgeleuchtet wurde. „Dabei wollen wir unseren Schatten gar nicht ins Licht stellen“, juxte Wolfgang beim Crew-Gruppenfoto. Vier hitzefeste Herren am Grill bedienten die Fleischeslust, am Getränkestand zapfte Norddeutschlands schnellstes Thekenteam, und an der „Berchkasse“ boten fleißige Helfer Tickets, Luftballons oder Likörchen an, je nach Alter und Bedarf.

Die einen musizierten, die anderen lauschen und genossen, was Fotograf Jürgen Achten alles im Bild festhielt. Er ist international unterwegs und seine Haltung zum Blues-Festival ist eindeutig: „Ich bin hier“. Andere Besucher heißen Hartmut, Eva, Jörg oder Tanja und leben ihre Liebe zum Blues. Mal hüpfend, klatschend und tanzend, mal mit einer Kräuterzigarette auf dem Gras liegend. Thomas Bartsch, vom Röddenser Dorffest zum „Berch“ geeilt, jubelte: „So was Schönes vor der Haustür zu haben, ist unglaublich.“ und feierte sein 25 Lehrter Blues-Festival.

Die musikalische Besetzung kam teils ebenfalls aus der Nachbarschaft. Den Einstieg lieferte die 17 Zoll Band aus Hänigsen. Am Ende ihres Gigs tauschte Fotografin Jael Jones Kamera mit Mikro und bewies, dass sie neben dem scharfen Blick auch eine heiße Stimme hat. Mitorganisatorin Susanna Veenhuis fieberte dagegen Abi Wallensteins Blues Culture entgegen, die in Günther Brackmann am Piano eine kongeniale Ergänzung dabei hatten. Und die Taschenkontrollen seien kein Problem gewesen: „Das haben alle eingesehen.“

Natürlich wurden auch die Umbaupausen genutzt: die Karlsruher Combo Pick up the Harp musizierte mittendrin, bis Thommy Schneller sein Saxofon poliert hatte und mit seiner Band volltönend zeigte, wie sich Bluessoul und Blasinstrumente elegant miteinander verbinden lassen. Mit der Buchung der The Electric Blues Allstars bewiesen die Festivalmacher außerdem unglaublichen Spürsinn. Kai Strauss und seine Mitstreiter sind Deutschlands beste Bluesband.

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Fotostrecke Lehrte: Blues-Festifval: Aus Australien zum Rodelberch

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Von PATRICIA CHADDE

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