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"Städtebau: Wie geht's weiter in der Kernstadt?"

Der Kandidaten-Check "Städtebau: Wie geht's weiter in der Kernstadt?"

Welche Position beziehen Parteien und Wählergruppen vor der Kommunalwahl zu Themen, die die Stadt bewegen? Der Anzeiger fragt nach. Heute: „Welche Schwerpunkte sehen Sie bei der städtebaulichen Entwicklung in der Kernstadt Lehrte?“

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Quelle: dpa/Archiv

Wilhelm Busch, CDU: "In der Kernstadt Lehrte ist es wichtig, für alle in dieser Stadt lebenden Menschen passenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Quartiere sollten möglichst in geringen Entfernungen zu der vorhandenen Infrastruktur geplant und erstellt werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden ist zwingend erforderlich. Daher sollte im Zentrum vorwiegend mehrgeschossige Bauweise angestrebt werden."

Hans-Jürgen Licht, SPD: "Nach Neubauten von Stadtwerken, Parkhaus
und Quartier  16 stehen der Neubau der Feuerwache sowie die Sanierung und der Ausbau von Schulen an. Wohnungsbau soll auf den Flächen des ISEK vorangetrieben werden. Wir haben die Wohnbauflächenentwicklung im Südosten der Kernstadt durchgesetzt und mit Flächen für Windkraft vereinbar gemacht. Die Einkaufsqualität wird durch die Verlagerung des Wochenmarktes vor das City-Center erhöht."

Dieter Münstermann, FDP: "Es muss endlich ein Konzept für die C-Fläche des alten Zuckerfabrikgeländes entwickelt und vermarktet werden, wir brauchen mehr Wohnungen zu erschwinglichen Kosten und damit zusammenhängend attraktive Grundstücke für bauwillige Familien. Einen Rahmen haben Verwaltung und Rat mit der ISEK-Studie und deren Vorschlägen bereits gesteckt. Nun gilt es, diesen Rahmen auch umzusetzen."

Thomas Schwieger, Linke: "In der Kernstadt fehlt zunehmend (bezahlbarer) Wohnraum. Projekte wie das Quartier  16 stoßen zwar auf Interesse, sind aber für die meisten Lehrterinnen und Lehrter zu teuer. Deshalb sollte die Stadt mit ihrer Wohnungsbaugesellschaft noch mehr bauen – nachhaltig, kostengünstig, altersgerecht. Auch Genossenschaften können dabei eine wichtige Rolle spielen – etwa bei der Erschließung des Baugebietes in Lehrte-Süd-Ost."

Christian Gailus, Grüne: "Der aktuellste Schwerpunkt ist die Schaffung von neuem, bezahlbarem Wohnraum (Eigentum und Miete), nicht nur für Familien, sondern auch für Alleinstehende. Durch die kommunale Wohnungsbaugesellschaft wurde hier schon begonnen. Und im Rat wurde der Weg freigemacht für ein neues, großes Wohngebiet in Lehrte-Süd. Damit der Verkehr nicht zum Erliegen kommt, wollen wir die Rad-Infrastruktur massiv stärken: für Mensch und Umwelt."

Gerd Posywio, Piraten: "Um den Verkehr zu entlasten, ist die Verbindung zwischen Ostring zum Südring erstrebenswert. Zudem sehen wir die Erhaltung des Krankenhauses für kurze Anfahrtswege der örtlichen Bevölkerung als notwendig an. Neuer, bezahlbarer Wohnraum kann beispielsweise auf der Fläche der ehemaligen Stadtwerke entstehen."

Ulrich Gürtler, AfD: "Wichtig ist zunächst ein langfristiger, durchdachter und weiterzuentwickelnder Gesamtplan, der an die demografische Entwicklung angepasst wird. Denn alles, was wir bisher erlebt haben, ist höflich formuliert, unprofessionelles Machwerk."

Von der Redaktion

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