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"Wie viele Logistikunternehmen verträgt Lehrte?"

Der Kandidaten-Check "Wie viele Logistikunternehmen verträgt Lehrte?"

Welche Position beziehen Parteien und Wählergruppen vor der Kommunalwahl zu Themen, die die Stadt bewegen? Der Anzeiger fragt nach. Heute: „DPD erweitert, Aldi will ein riesiges Zentrallager bei Aligse bauen. Wie viele Logistikunternehmen verträgt Lehrte noch?“

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Symbolbild

Quelle: Bernd Settnik

Wie viele Logistikunternehmen verträgt Lehrte noch?

Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, CDU: "Die Logistikbranche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die CDU steht für sorgfältige Bestandspflege und behutsame Weiterentwicklung. Wir wollen nachnutzen, sanieren und vorhandene Baulücken schließen. Wir sagen Nein zu den überdimensionierten Planungen der Region Hannover zu weiteren Logistik-Großprojekten in Ahlten und Immensen. Für den zusätzlichen Verkehr muss die L 385 zwischen B 65 und Westtangente ausgebaut werden."

Bodo Wiechmann, SPD: "Sowohl bei DPD als auch bei Aldi Logistik handelt es sich um Unternehmen, die bereits in Lehrte tätig sind. Wir begrüßen es, wenn ortsansässige Unternehmen erfolgreich am Markt agieren und in Neubauten beziehungsweise Erweiterungen investieren. Das sichert Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen. Neuansiedlungen von großen Logistikern lehnen wir ab. Wir sind an einem starken Wirtschaftsstandort mit einem guten Branchenmix interessiert."

Dieter Münstermann, FDP: "Logistik boomt, und Lehrte ist geografisch als Standort prädestiniert. Das Wohl der Bürger, die Wohnqualität und auch der Werterhalt müssen aber mit oberster Priorität im Vordergrund stehen. Der Schutz der Umwelt, Lärmbelästigungen und das vermehrte Verkehrsaufkommen müssen nach den neuesten Erkenntnissen und Richtlinien beachtet werden. Nur dann verkraften wir noch weitere Logistiker."

Thomas Schwieger, Linke: "Keine. Logistikbetriebe verbrauchen viel Fläche und schaffen nur wenig Wertschöpfung. Wir wollen deshalb keine weiteren Logistikunternehmen ansiedeln. Denkbar ist allenfalls eine Vergrößerung bestehender Betriebe, die ansonsten um ihre Konkurrenzfähigkeit bangen müssten. Generell unterstützen wir aber lieber kleine und mittlere Unternehmen, die vor Ort nicht prekäre Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen."

Ronald Schütz, Grüne: "Bei den genannten Firmen handelt es sich um Logistiker, die bereits in Lehrte ihren Sitz haben. Sie bei einer Neuausrichtung und Erweiterung zu unterstützen, ist für uns Grüne selbstverständlich. Ansonsten gilt unsere Wahlaussage, dass wir keine Neuansiedlung von großflächigen Logistikunternehmen wünschen."

Sebastian Frenger, Piraten: "Das kommt darauf an. Lehrte eignet sich gut als Logistikstandort durch das Autobahnkreuz und den Bahnhof. Das Straßenverkehrsnetz ist jetzt aber schon stark belastet. Weitere Logistiker müssen deutliche Vorteile für Lehrte bringen wie Stellplätze für Lastwagen außerhalb der Kernstadt und höhere Steuereinnahmen oder den Ausbau der Rastplätze."

Stefan Henze, AfD: "Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau sind: geeignete Flächen, die Zustimmung der betroffenen Bürger, eine möglichst geringe ökologische Belastung, die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze (kein Lohndumping), kein Einsatz von Steuermitteln für die Infrastruktur in den Neubaugebieten sowie Gebäude, die sich in das Ortsbild einpassen."

Von der Redaktion

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