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Wirbel um Sudanesen in Arpke

Arpke Wirbel um Sudanesen in Arpke

Die Unterbringung von sudanesischen Flüchtlingen in Arpke ist nicht ganz geräuschlos vorübergegangen. Unlängst kursierte im Dorf eine Mail, in der eine Mutter ihre Sorgen formulierte und Warnungen aussprach.

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Eine Bleibe für Flüchtlinge: In der Hausmeisterwohnung über dem Arpker Kindergarten leben jetzt fünf Sudanesen.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Die Arpker müssten sich jetzt „gemeinsam auf den Weg machen“, und die Flüchtlinge offen begrüßen, meint Anna Walpuski. Aber offenbar sieht nicht jeder Arpker die Einquartierung der Sudanesen in der früheren Hausmeisterwohnung über dem Kindergarten am Waldbad so unvoreingenommen wie die Pastorin der Kirchengemeinde Zum Heiligen Kreuz. Bereits vor der Ankunft der fünf Männer aus dem Sudan in der vergangenen Woche kursierte eine E-Mail, in der es unter anderem hieß, man müsse nun gut aufpassen, wenn die Kinder draußen spielten. Und Frauen seien möglicherweise vor den Männern aus dem fremden Kulturkreis nicht sicher.

Die E-Mail sei von einer besorgten Mutter an einen breiten Kreis gesendet worden, sagt Ortsbürgermeister Klaus Schulz. Er betont auch, dass es sehr schnelle Reaktionen auf das Schreiben gegeben habe, die vor einer Hetze gegen Flüchtlinge warnten. Außerdem habe sich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Freya Markowis, eingeschaltet und darum gebeten, keine negative Stimmung gegen die Sudanesen zu machen. Die fünf mittlerweile in der Hausmeisterwohnung einquartierten Männer seien auch gut in Arpke angekommen, es gebe nichts Negatives über sie zu sagen, meint Schulz.

Der Arpker Arbeitskreis Kultur und Bildung hatte schon vor der umstrittenen E-Mail zu einem „Forum zur Flüchtlingsarbeit“ eingeladen. Es wird am Montag, 14. Dezember, ab 20 Uhr im Backhaus an der Ahrbeke stattfinden und bekommt durch die Diskussion im Dorf eine besondere Bedeutung.

„An diesem Abend sollen Informationen ausgetauscht und Strategien für ein gutes Miteinander entwickelt werden“, heißt es in der Ankündigung. Eingeladen sind Vertreter aus allen örtlichen Vereinen, den Kirchengemeinden, Kindergärten, der Schule sowie alle interessierten Bürger.

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