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Wohnhäuser für Hämelerwald

Lehrte Wohnhäuser für Hämelerwald

Hämelerwald soll ein neues Wohnquartier bekommen - und zwar dort, wo jetzt noch das alte Tenniscenter steht. Ein Unternehmer aus dem Ort will auf dem Gelände fünf bis sechs Mehrfamilienhäuser errichten. Zuvor ist eine Änderung des Bebauungsplans notwendig.

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Soll für mehrere Mehrfamilienhäuser weichen: das leerstehende Tenniscenter an der Niedersachsenstraße in Hämelerwald.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Das frühere Tenniscenter an der Niedersachsenstraße hat seine besten Zeiten hinter sich. Dach und Wände machen einen maroden Eindruck, am Vorbau haben Randalierer einige Fenster zerstört, das Gelände ist mancherorts überwuchert. Lange Zeit war unklar, was aus dem Gebäude und dem mehr als 8200 Quadratmeter großen Grundstück am nördlichen Ortseingang von Hämelerwald werden würde. Jetzt hat der Baustoffhändler und Investor Klaus Biermann, dem Grundstück und Gelände gehören, konkrete Pläne: Das Tenniscenter kommt weg, und es entstehen Neubauten.

„Wir wollen dort mehrere Häuser errichten“, sagt Anja Biermann, Tochter des Unternehmers. Bei ihr laufen die Fäden des Projekts zusammen. Sie spricht von insgesamt 30 bis 40 Wohnungen, die in den Mehrfamilienhäusern entstehen sollen. Die Wohneinheiten in den jeweiligen Erdgeschossen sollen behindertengerecht werden, die Pläne sehen auch einen Garagenhof vor, der die Neubauten zur viel befahrenen Niedersachsenstraße hin abschirmt.

„Hämelerwald braucht dringend Wohnraum. Es gibt im Ort eine starke Nachfrage“, sagt Anja Biermann und betont, das Hämelerwald als Standort immer attraktiver werde und „bezahlbaren Wohnraum“ brauche. Aus der Ortspolitik habe es schon erste positive Signale gegeben, deutet sie an.

Auch die Stadtverwaltung sieht das Projekt mit Wohlwollen. In einer Beratungsvorlage aus dem Rathaus heißt es, das Vorhaben entspreche dem städtebaulichen Ziel, innerörtliche Bereiche zu verdichten und derartigen Wohnbauprojekten den Vorrang vor neuen Bauflächen an den Ortsrändern zu geben. Biermann betont unterdessen, dass Hämelerwald durch seine eingeengte Lage zwischen Wäldern, Autobahn 2 und Gewerbegebiet ohnehin kaum eine Chance habe, nach außen zu wachsen.

Für das Vorhaben an der Niedersachsenstraße ist noch eine Änderung des dort gültigen Bebauungsplans notwendig, der das Gelände zurzeit noch als Sondergebiet einstuft und Wohngebäude ausschließt.

Hämelerwalds und Sievershausens Ortsrat sowie der Bauausschuss der Stadt stimmen in den kommenden Wochen über die Änderung des Bebauungsplans ab. Anja Biermann sagt indes, dass man „so schnell wie möglich“ mit dem Projekt starten wolle.

Halle misst 3300 Quadratmeter

Die Tennishalle im Norden Hämelerwalds hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1989 und 1996, als Tennis in Deutschland stark angesagt war, wurde sie erweitert. Danach wuchs die Konkurrenz durch andere kommerzielle Tennishallen, und das Interesse an dem weißen Sport ließ nach. Im Jahr 2003 zog in die 3300 Quadratmeter große Halle an der Niedersachsenstraße ein Indoor-Spielpark für Kinder ein.

Das Geschäft darin lief zunächst, die Anlage wurde zum Anziehungspunkt für viele Eltern mit kleinen Kindern. Doch Anfang 2013 wurde es still im Spielparadies. Der Inhaber zog mit seinem Betrieb in die Wedemark. Versuche, die Halle neu zu verpachten zu verpachten, etwa an den Betreiber eines Kletterparks, scheiterten.

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