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Zifferblätter leuchten wie neu

Lehrte Zifferblätter leuchten wie neu

Ein historischer Moment: Mit vereinten Kräften brachten der Kirchenvorstand der Martinsgemeinde und Mitarbeiter der örtlichen Schlosserei Gebhardt die renovierten Zifferblätter wieder an ihren angestammten Platz am Kirchturm an.

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Sitzt alles gerade? Kirchenvorstand Reinhard Kühn (rechts) und Maik Lindemann kontrollieren den Sitz des Zifferblatts.

Quelle: Michael Schütz

Sievershausen. Die zwei jeweils 1,65 Meter großen Scheiben aus Holz und einer Kupferblechplatte waren seit ihrer ersten Aufhängung im 19. Jahrhundert nicht mehr überarbeitet worden. Die Renovierung der Kirche, die in den vergangenen Monaten über die Bühne ging, hatte der Vorstand nun genutzt, um auch die Zifferblätter zu sanieren.

Das sei dringend nötig gewesen, sagte Otto Dempwolff, der im Kirchenvorstand für Bauangelegenheiten zuständig ist. Wie sich herausstellte, sei nicht nur das Kupferblech inzwischen marode gewesen. Offenbar wurden die Zifferblätter in der Vergangenheit auch als Zielscheibe benutzt. „Es waren Löcher von Schrotkugeln und auch von einem Kleinkaliberprojektil zu sehen“, sagte Dempwolff erstaunt. Außerdem habe der Hagelsturm 2013 den Zifferblättern stark zugesetzt.

Der Sievershäuser Kunstschmied Falk Laxander hat die Schäden nun beseitigt, der hannoversche Metallkünstler Henning Haeger die Oberfläche wiederhergestellt und die Ziffern mit Blattgold versehen. „Das hält die nächsten 150 Jahre“, meinte Haeger. Die Kosten von 6000 Euro deckt die Gemeinde durch Rücklagen und Spenden.

Die Renovierungen am Kirchendach und bei der Außenhaut seien jetzt abgeschlossen, sodass das Gerüst noch vor Weihnachten abkäme, verdeutlichte Dempwolff. Es sei nur noch die Dachdrainage zu machen und ein Spritzschutz um das Gebäude zu legen.

Die Kosten der Kirchenrenovierung beliefen sich insgesamt auf eine halbe Million Euro, erklärte Kühn. Die Gemeinde bezahle 20 000 Euro, den Rest übernehme der Kirchenkreis.

Von Michael Schütz

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