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Schock am Bahnsteig: Zug verliert Eisbrocken

Lehrte Schock am Bahnsteig: Zug verliert Eisbrocken

Eine Hämelerwalderin ist geschockt: Ein Zug ist durch den Bahnhof gerast und hat dabei Eisbrocken verloren. Die Splitter trafen Reisende auf dem Bahnsteig - verletzt wurde aber niemand. Die Bahn rät lediglich, sich hinter der Sicherheitslinie aufzuhalten - denn ein Tempolimit für durchfahrende Züge gibt es nicht.

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Wenn Züge durch den Hämelerwalder Bahnhof rasen, entsteht am Bahnsteig eine gefährliche Sogwirkung - Diana Becker hat bei einer Durchfahrt kürzlich sogar Eisstückchen abbekommen, die sich vermutlich vom Dach des Zuges gelöst haben.

Quelle: Katja Eggers

Hämelerwald. Diana Becker steckt der Schreck noch immer in den Gliedern. Als die 44-Jährige am Mittwochmorgen im Bahnhof Hämelerwald an Gleis 2 auf ihren Zug wartete, wurde sie von mehreren Eissplittern getroffen. Die Brocken hatten sich vermutlich vom Dach eines Zuges gelöst, der um 8.37 Uhr durch den Bahnhof raste.

"Einige Brocken waren handtellergroß und haben mich an der Wade getroffen - das tat richtig weh", berichtet Becker. Die Brocken seien beim Aufprall auf den Bahnsteig in kleine Splitter zerbrochen und sogar bis in die Fußgängerunterführung geflogen. Becker spricht von einem wahren "Eisregen" und hat die Brocken mit ihrem Handy fotografiert.  Auch andere Reisende hätten sich sehr erschrocken. "Der Zug war viel zu schnell und hat mich mit seinem Sog total nach vorne gedrückt - und das, obwohl ich hinter der weißen Sicherheitsmarkierung stand", betont Becker. Die Mutter einer fünfjährigen Tochter ist froh, dass an dem Morgen keine Kinder am Bahnsteig waren. "Die wären der Sogwirkung und den Eisstücken auch hinter der Sicherheitslinie schutzlos ausgeliefert gewesen."

Die Hämelerwalderin fragt sich nun, ob Lokführer ihre Züge vor der Fahrt durch Bahnhöfe nicht abbremsen und ihre Fahrweise Witterungsbedingungen wie Eis und Schnee anpassen müssen. Die Bahn verneint. "Es gibt keine speziellen Geschwindigkeitsbegrenzungen für durchfahrende Züge", erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung regele lediglich, wie schnell Züge prinzipiell höchstens fahren dürfen. Dies hänge unter anderem von der Zugart und den Streckenverhältnissen ab und werde ständig kontrolliert, erklärt Meyer-Lovis.

Damit sich Reisende nicht zu nah an den Gleisen aufhalten, sind Bahnsteigkanten durch weiße Sicherheitsmarkierungen gekennzeichnet. Warnschilder weisen ebenfalls auf die Gefahr durchfahrender Züge hin.

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Von Katja Eggers

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