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Attacke mit Machete: Geständnis am Prozessbeginn

Lehrte Attacke mit Machete: Geständnis am Prozessbeginn

Versuchter Totschlag: So lautet der Vorwurf gegen einen Lehrter, der sich jetzt vor dem Landgericht Hildesheim verantworten muss. Der Mann hatte im März an der Blumenstraße mit einer Machete einen Nachbarn verletzt. Der Angeklagte ist aber offenbar psychisch krank und daher wohl schuldunfähig.

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Das Landgericht Hildesheim verhandelt gegen einen Lehrter, der mit einer Machete einen Nachbarn angegriffen haben soll.

Quelle: Dpa

Lehrte/Hildesheim. Zum Prozessauftakt machte der 36-jährige Angeklagte gleich reinen Tisch - jedenfalls soweit er das konnte. Er legte ein Geständnis ab, gab aber auch an, sich nicht mehr an alles erinnern zu können, was sich am Abend des 16. März in dem Wohnhaus an der Blumenstraße zugetragen hat.

Diese Gedächtnislücke ist vermutlich nicht vorgeschützt, lautet das vorsichtige Zwischenfazit nach dem ersten von vier angesetzten Verhandlungstagen. Es bestehe zurzeit kein Zweifel daran, dass der 36-Jährige am Tatabend im Zustand der Schuldunfähigkeit handelte. Das Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen wird das Gericht zwar erst am zweiten Verhandlungstag am Donnerstag, 31. August, hören. Doch schon in der Anklageschrift ist davon zu lesen, der Beschuldigte leide an einer paranoiden-halluzinatorischen Schizophrenie. Daher verhandele die Kammer im Sicherungsverfahren, dessen Ergebnis nicht eine Haftstrafe, sondern die dauerhafte Unterbringung des Lehrters in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus sein könnte.

Die Szenen, die sich am 16. März in dem Haus an der Blumenstraße zugetrugen, hatten auch außerhalb Lehrtes großes Aufsehen erregt. Der Angeklagte war im Treppenhaus mit einem 67-jährigen Nachbarn in Streit geraten. Auch zuvor habe es schon Auseiandersetzungen zwischen den beiden Männern gegeben, hieß es damals. Doch an jenem Abend eskalierte die Lage. Der Angreifer schlug plötzlich mit einer Machete auf sein Gegenüber ein und verletzte ihn dabei am Kopf. Lebensgefahr bestand für das Opfer jedoch nicht. Die Polizei konnte den 36-Jährigen noch am Tatort festnehmen, er kam sofort in Untersuchungshaft.

Ob der Angeklagte schon zu Beginn des Streits die Machete bei sich hatte oder die Waffe erst später aus seiner Wohnung holte, war direkt nach der Tat unklar. Ebenso verhält es sich mit dem Grund der Auseinandersetzung. Nach seiner Festnahme hatte der 36-Jährige zunächst geschwiegen. Vor Gericht machte er dann schon zum Auftakt der Verhandlung eine Aussage. Der Prozess am Landgericht in Hildesheim soll am 5. udn 11. September fortgesetzt werden. Möglicherweise falle aber schon am 5. das Urteil, meint Gerichtssprecher Philipp Suden.

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