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Zytanien: Kontrollen kosten 30 000 Euro

Immensen/Hannover Zytanien: Kontrollen kosten 30 000 Euro

An den Polizeikontrollen für das Zytanien-Festival bei Immensen waren 73 Beamte beteiligt. Die Personalkosten dafür betragen 30 000 Euro. Das hat jetzt das Niedersächsische Innenministerium auf eine Anfrage aus der FPD Landtagsfraktion mitgeteilt. Die Polizeipräsenz sei aber „notwendig“ gewesen, heißt es.

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Rund 500 Autofahrer hat die Polizei beim Zytanienfestival auf Drogen- oder Alkoholkonsum kontrolliert.

Quelle: Archiv

Lehrte. Die Frage nach der Intensität der Kontrollen auf Anfahrtsrouten und Gelände des Festivals hatte in diesem Jahr viele Zytanienbesucher bewegt. Manche fanden sie unangemessen hoch. Ein Sprecher der Festivalorganisatoren kritisierte während der dreitätigen, friedlich verlaufenen Musikveranstaltung, die Gäste würden durch die Ordnungshüter „unter Generalverdacht genommen“. Eine Sprecherin der Polizei stufte den Einsatz hingegen als gerechtfertigt ein. Er beuge Straftaten vor.

Sechs FPD-Abgeordnete im Lantag wollten es genauer wissen: Sie stellten eine mündliche Anfrage an die Landesregierung und forderten unter anderem Auskunft über den polizeilichen Aufwand für das Zytanienfestival und darüber, ob möglicherweise übertriebene Polizeipräsenz dem Festival nun langfristig schaden könne.

Gestern gab es die Antworten aus dem Ministerium: Vom 27. bis 30. August waren 73 Polizeibeamte für Zytanien eingesetzt. Das verursachte Personalkosten von rund 30 000 Euro, heißt es in einer Stellungnahme. Kontrollen auf dem Festivalgelände selbst habe es nur am Sonnabend gegeben - mit sechs Kräften. Die an den Zufahrten eingesetzten Beamten seien außerdem zur Einschätzung gelangt, dass „die überwiegende Anzahl“ der kontrollierten Verkehrsteilnehmer Verständnis aufbrachte. Daher halte die Landesregierung die Kontrollen auch nicht für „übertriebene Polizeipräsenz“. Im Sinne der Verkehrssicherheit und der Bekämpfung von Drogenmissbrauch seien sie „vielmehr notwendig“. Denn polizeiliche Erkenntnisse aus den vergangenen Jahren belegten, dass manche Festivalbesucher schon bei der Anfahrt unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stünden.

Polizeikontrollen rund um Zytanien gibt es schon seit Jahren. In diesem Jahr wurden sie mit berittenen Kräften und Dixi-Klos für die Urinproben besonders augenfällig. Laut Innenministerium wurden insgesamt 16 Autofahrer mit dem Verdacht auf Alkohol oder Drogen am Steuer ermittelt. Auf der An- und Abreise seien etwa 500 Autofahrer kontrolliert worden. Außerdem gab es 24 Ermittlungsverfahren aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Eine Frage der FPD beantwortet das Innenministerium nicht. Die Liberalen wollten wissen, ob auch andere Musikfestivals ähnlich streng kontrolliert werden wie jenes in Zytanien. Alle Musikfestivals in Niedersachsen auf diese Fragen hin zu untersuchen, sei in der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen, heißt es in der Antwort.

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