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2016 erwartet Neustadt 700 Flüchtlinge

Neustadt 2016 erwartet Neustadt 700 Flüchtlinge

Im nächsten Jahr sollen noch einmal mehr Flüchtlinge nach Neustadt kommen - 700 statt 550 in 2015. Das ist zu schaffen, sagt der Erste Stadtrat Maic Schillack, aber: Geht es 2017 ähnlich weiter, „wird es ganz, ganz eng“.

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Quelle: Archiv

Neustadt. Schillack ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: „Die Kollegen haben das sehr gut hinbekommen.“ Die Stadt hat 550 Flüchtlinge untergebracht; 360 in 136 Wohnungen, die gekauft oder gemietet wurden. Die übrigen leben noch in einer der bisher drei Sammelunterkünfte - in der Schule am Goetheplatz, der Turnhalle Kornstraße und der Herberge in Mardorf.

Bis Anfang Januar habe sich die Stadt bei vorgeschalteten Behörden eine kleine Verschnaufpause erbeten, sagt Schillack. Doch dann geht es in die Vollen: Bis Ende März seien 330 Neuankömmlinge angekündigt. „Das wird nicht gerade einfach“, sagt Schillack. Daher würden alle zur Verfügung stehenden Unterkünfte genutzt, auch die Grundschule Mardorf, die für 40 Menschen hergerichtet ist.

Im Hotel Scheve hätten in Kürze 70 Personen Platz. Absehbar sei, dass die überwiegend jungen Männer aus der Turnhalle Kornstraße zeitnah ausziehen, danach soll die Halle neu hergerichtet werden. „Bisher war da nicht alles optimal gelöst, das wollen wir besser machen“, sagt Schillack. Spätestens ab Herbst stünden neue Unterkünfte zur Verfügung: Die Stadt baut sie an der Bunsenstraße, die Wirtschaftsbetriebe an der Fontanestraße (hinter Goetheschule).

Schillack lobt: Zahlreiche Ehrenamtliche kümmerten sich um die Neuankömmlinge. „Stark, was geleistet wird.“ Kirche und Stadt schreiben gemeinsam eine Stelle für die Koordination der ehrenamtlichen Arbeit aus.

Bei all den positiven Eindrücken warnt der Spitzenbeamte: „2017 werden wir Vergleichbares nicht mehr leisten können.“ Die Stadt komme an ihre Grenzen.

Umstrittene Gewerbehallen

Sammelunterkünfte in Turnhallen – wie an der Hans-Böckler-Straße – sind aus Sicht der Verwaltung nur eine Notlösung, Menschen unterzubringen. Stadtrat Maic Schillack, zuständig für Soziales und Finanzen, ist daher froh, aus aktueller Sicht künftig auf Hallen verzichten zu können. Nun aber gibt es gleich mehrere gewerblich genutzte Hallen im Gewerbegebiet Ost, die der Stadt von Seiten der Eigentümer angeboten worden sind, eine zur Miete, zwei zum Kauf. Die Verwaltung will vor allem von den Kaufangeboten keinen Gebrauch machen; führende Ratspolitiker sehen das anders. Ausgang offen.

Kathrin Götze und Dirk von Werder

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