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Ein klares Wort: Wir können das!

Neustadt/Burgdorf Ein klares Wort: Wir können das!

Das Handwerk hat nicht mehr nur "goldenen", sondern "glänzend goldenen Bogen", sagt Kreishandwerksmeister Thomas Hinze. Der Wunstorfer Malermeister blickt offensiv kommenden Aufgaben entgegen: "Wir können das."

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Es gilt, junge Leute für eine Berufsausbildung zu gewinnen: Kreishandwerksmeister Thomas Hinze (von links) mit den Leine-Schülern Rohat Eskin und Tobias Nehring (beide gerade im Praktikum bei der Leine-Zeitung) sowie Handwerks-Geschäftsführer Klaus Michalke und Wirtschaftsförderer Uwe Hemens.

Quelle: von Werder

Neustadt. Ein klares Wort zur rechten Zeit: „Wir können das“. Kreishandwerksmeister Thomas Hinze hat es gestern gegenüber Pressevertretern gesprochen, „weil es an der Zeit ist“, wie er sagt.
Hinze und Geschäftsführer Klaus Michalke sind die führenden Kräfte der Kreishandwerkerschaft Neustadt/Burgdorf, in der rund 500 vornehmlich mittelständischen Handwerksbetriebe organisiert sind. Mit „wir können das“ zielt Hinze im wesentlichen auf zwei Bereiche, die den Meistern aktuell besonders am Herzen liegen: „Wir können aus- und weiterbilden“ und „wir können vor Ort auch öffentliche Aufträge übernehmen“. Im Vorfeld der Kommunalwahl am 11. September mahnt der Handwerkssprecher: „Wir sind Steuerzahler und Wirtschaftsfaktor, haben aber bisweilen das Gefühl, von unseren Kommunen übergangen zu werden.“
Gerade bei öffentlichen Investitionen würden Städte und Gemeinden sich gerne „in europaweite Ausschreibungen flüchten“. Dabei gebe es durchaus Möglichkeiten, in Fach- und Teillosen zu vergeben, und auf diese Weise Unternehmen vor Ort einzuspannen. Häufig sei das in der Summe sogar günstiger.
Langfristig ein aus Handwerker-Sicht noch größeres Problem ist der Fachkräftemangel. „Ich wünschte mir, dass in Schulen und Elternhäusern darüber nachgedacht wird, ob nicht der Bildungsweg über eine Ausbildung oft sinnvoller ist als der über ein Studium.“ Die Handwerksausbildung biete Perspektiven, der sprichwörtlich „goldene Boden“ sei mittlerweile „glänzend golden“. Er hoffe, dass viel mehr junge Menschen als bisher, diese Chancen erkennen und nutzen würden.

 Die Chance, durchzustarten

Wer kann, der startet durch: Im Gebiet der Handwerkskammer Hannover gibt es noch rund 500 freie Ausbildungsplätze - in so gut wie allen Innungen, ob im Bau, in der Nahrungsmittelbereitung oder bei Dienstleistern wie den Friseuren. Näheres im Internet unter hwk-hannover.de. Handwerks-Geschäftsführer Klaus Michalke macht dabei auf frühe Verdienstmöglichkeiten aufmerksam: "In den Bauberufen gibt es im ersten Lehrjahr schon um die 1000 Euro, im dritten 1400." Weiterbildungsangebote bis hin zum späteren Studium seien selbstverständlich.

Das Handwerk wählt

Wie wählt das Handwerk? Von der Leine-Zeitung gefragt, listen Thomas Hinze und Klaus Michalke fünf Punkte auf, die bei der Stimmabgabe berücksichtigt werden sollten.
1,) Schulen sollten „Schülern auch unkonventionelle Wege in den Beruf aufzeigen.“
2.) Der ÖPNV muss auch abgelegene Orte gut anbinden.
3.) Eine bessere Mobilität – auf der Straße wie im Internet: „Wirtschaft muss rollen“.
4.) Bürokratie gilt es abzubauen – „Eigenverantwortung für Bürger und Wirtschaft“.
5.) Eine ausgabensenkende Haushalspolitik solle das Ziel jeden finanzpolitischen Denkens sein – „um Bürger wie Betriebe von Abgeben zu entlasten.“

Von Dirk von Werder

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