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Oh – wie war das schön!

Neustadt Oh – wie war das schön!

Wer wollte da widersprechen (widersingen)? „Oh, wie ist das schön ...“ stimmte am Sonnabendnachmittag eine Truppe Neustädter von der Weinstraße an. Kollegen von der Donau ließen sich nicht lange bitten und sangen mit. Und trafen die Meinung wohl aller Gäste auf der Marktstraße.

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Die Neustädter durchlebten eine Feier, wie sie Neustadt lange nicht wieder erleben wird.

Quelle: Carola Faber

Neustadt. Oh, wie war das schön – Neustadts 800-Jahr-Feier im Zusammenspiel mit dem Treffen der Neustädter in Europa. Tausende, Zigtausende durchliefen die Innenstadt, durchlebten eine Feier, wie sie Neustadt lange nicht wieder erleben wird.

Der Vielfalt der Neustadts, wie sie sich beim großen Umzug am Sonnabend zeigte, setzten die Rübenberger ihre ganz eigene, innere Vielfalt entgegen: Auf Bühnen und Meilen präsentierten sich Dörfer und Kulturschaffende, am Schloss Landestrost kampierten die Schausteller der Fogelvreien mit einem Mittelaltermarkt. Am Sonntag lockten geöffnete Geschäfte und das Entenrennen zusätzlich zum Festprogramm – und auf allen Bühnen in der Stadt zeigten Sänger, Tänzer und Sportler aus dem Neustädter Land ihre Künste. Ein friedliches und gelungenes Fest, fand auch die Polizei.

Auch am Sonnabend wurde das 800-jährige Jubiläum in Neustadt gefeiert.

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Bürgermeister Uwe Sternbeck lobte in einem Schlusswort gestern Nachmittag die zahlreichen Ehrenamtlichen, die mitgewirkt haben, ebenso wie die Sicherheits- und Bühnenarbeiter sowie das Organisationsteam um Simone Bischoff.

Neustadt feiert sein 800-jähriges Bestehen.

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So einen Umzug hat die Stadt noch nicht gesehen

Gute Stimmung kennt die Stadt von ihren Schützenumzügen – doch so bunt und vielfältig wie am Sonnabend haben sich die Marschierer wohl doch noch nicht präsentiert. In bunten Hemden oder Trachten, in historischen Kostümen und mit Musik und bester Laune zogen die Neustädter aus mehreren Ländern Europas durch die Stadt. Zu den 1000 Gästen gesellten sich mindestens ebenso viele Marschierer vom Rübenberge.

Für den richtigen Marschrhythmus und beste Unterhaltung sorgten Ensembles der Gäste, vor allem aber Einheimische: insbesondere die Paradegarde mit ihren ausgefeilten Marschformationen und die Leinegarde mit Hüten, Sonnenbrillen und einem anspruchsvollen Programm aus Schlagern und Filmmusik. Farbenfroh fielen besonders das Blasorchester aus Neustadt-Titisee und der Fanfarenzug aus Neustadt-Dosse auf. Immer wieder ernteten die Musiker Szenenapplaus vom Publikum, das sich am Rande drängte.

Stadt für Stadt grüßten die Delegationen schließlich noch von der Bühne auf dem Marktplatz. Moderatorin Sunny Dale stellte jede der Städte mit einem kurzen Beitrag über Eigenheiten und besondere Feste vor, bevor sich die Gäste anschließend wieder unters Volk mischten. Dank Kostümen und einheitlicher Kleidung blieben sie auch anschließend erkennbar, was ihnen neugierige Fragen und freundliche Gespräche einbrachte. Die Gäste aus Neustadt-Glewe reihten sich beim Mittelalterfest am Schloss Landestrost in den Tanz der Marktleute ein und meisterten die komplizierten Figuren hoch elegant. 

So fröhlich lacht das Umland

Neustadt und seine Dörfer, Künstler und Organisationen haben sich am Wochenende von der besten Seite gezeigt. Auf der Dorfmeile lachten den Besuchern gut gelaunte Gesichter aus dem Neustädter Land entgegen.

Auch bei den Mühlenfeldern, deren großer Stand für Borstel, Dudensen, Hagen und Nöpke etwas abseits lag, war Friedel Drape zufrieden, auch wenn nicht ganz so viele stehen blieben. „Die Leute sind wirklich interessiert“, sagte er. Wie einige andere Dörfer präsentierten sich Eilvese, Mardorf und Schneeren gemeinsam. „Es ist toll gelaufen bei uns, wir haben den Stand als Gemeinschaftsprojekt sehr schön hinbekommen. Wir verstehen uns ja auch gut“, lobte der Mardorfer Ortsbürgermeister Hubert Paschke. Allerdings waren nicht alle Dörfer mit einem Stand vertreten. Beim Bezirksverband der Landfrauen herrschte Andrang – sie verkauften vor Ort gebundene Kränze und Holunderblütensirup zugunsten des Projekts Kochen mit Kindern.

Die Möglichkeit, Mitbringsel einzukaufen, bescherte der Kunstmeile großen Zulauf. Gerade viele Gäste aus den anderen Städten mit Namen Neustadt nutzten die Gelegenheit, ein Souvenir zu kaufen.

Auf der Sicherheitsmeile am Parkplatz Zwischen den Brücken stellten sich Feuerwehr, Reservistenkameradschaft, Polizei und DLRG dar. An der neuen mobilen Einsatzzentrale der Feuerwehr standen die Besucher an. Die DLRG punktete mit Bootsfahrten auf der kleinen Leine. 

von Kathrin Götze, Susanne Döpke und Dirk von Werder

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Neustadt
Neustadt, du bist meine Stadt, wenn ich dich sehe, bin ich platt: Schüler der Stockhausenschule haben zum Jubiläum gedichtet. Der letzte Vers: Hier herrscht ein supertolles Klima, wir sagen: Neustadt ist echt prima.

Was vom Jubiläum bleibt, ist eine Begeisterung für „Neustadt in Europa“. 28 Städte dieses Namens waren bei der Feier 800 Jahre Neustadt am Rübenberge dabei - und viele wollen jetzt andere Neustädte kennenlernen.

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