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Integrationszentrum sucht noch Helfer

Neustadt Integrationszentrum sucht noch Helfer

Im "Integrationszentrum" der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im früheren Hotel Scheve haben rund 70 Geflüchtete eine Unterkunft gefunden. Nun suchen die Betreiber gemeinsam mit der Flüchtlingshilfe Refugium nach ehrenamtlichen Unterstützern, um ihnen das Einleben zu erleichtern

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Das Team der AWO: (von links) Klaus Pridöhl (Hausmeister), Linda Fuhsy (angehende Sozialarbeiterin), Sascha Omari (Leiter) und Zoreh Fakharian (Sozialarbeiterin und stv. Leiterin).x

Quelle: Kathrin Kühling

Neustadt. Kaum zwei Monate dauerte es, bis die Unterkunft voll belegt war. Die Stadt habe darauf geachtet, vor allem Familien in dem zentrumsnahen und gut ausgestatteten Gebäude unterzubringen. Den gleichen Komfort wie früher die Hotelgäste genießen sie nicht, zum Doppelbett kommen in jedem der Zimmer Etagenbetten. "Im Gegensatz zu den Notunterkünften wie etwa der ehemaligen Goetheschule haben wir hier abschließbare Zimmer mit einem eigenen Bad. Das schafft Privatsphäre und ein entspanntes Miteinander", sagt Monika Baroke vom Fachdienst Soziales.

Die ehemalige Rezeption ist jetzt verschwunden, die frühere Privatwohnung der Eigentümer im zweiten Stock beherbergt nun eine Gemeinschaftsküche, Büros für die AWO-Mitarbeiter sowie einen multifunktionalen Gemeinschaftsraum. Dort werden Deutschkurse, Hausaufgabenhilfe und Spielenachmittage angeboten.

"Wir arbeiten hier Hand in Hand mit dem Refugium", sagt Einrichtungsleiter Sascha Omari. Unter diesem Namen sind die Freiwilligen organisiert, die stadtweit helfen, den Neuankömmlingen einen freundlichen Empfang zu bereiten. "Wir haben hier ausschließlich Bewohner mit einer guten Bleibeperspektive", sagt Omari, "Wir unterstützen sie bei den Anträgen und erklären ihnen den Alltag." Auch ein Sozialarbeiter der Stadt kümmert sich um Formalitäten. Für  weitere Unterstützung setzen die Betreiber auf Freiwillige. Um die Versorgung kümmern sich die Bewohner selbst, kaufen ihr eigenes Essen ein und nutzen für die Zubereitung die Gemeinschaftsküchen. 

Auch wenn alles so ganz gut geregelt scheint, langfristig sollen die Familien in Wohnungen untergebracht werden. Wie lange sie bis dahin bleiben, sei unklar: "Das hängt von den Asylverfahren und dem Wohnungsmarkt ab", sagt Baroke.

Auch Kegelbahn wird noch genutzt

Für Integrationsaktivitäten bietet das alte Hotel mit seinen großzügigen Gemeinschafsräumen und -küchen gute Voraussetzungen. Auch eine besondere Tradition könnten die Bewohner und ihre Unterstützer demnächst fortführen: Ein Kegelturnier auf den Kegelbahnen im Keller ist bereits in Vorbereitung. Wer Zeit und Interesse hat, sich ehrenamtlich für die Geflüchteten zu engagieren, kann sich bei Wiebke Nolte melden, die für die Koordination der Ehrenamtlichen vom Refugium verantwortlich zeichnet. Am besten geht das per E-Mail an info@refugium-ruebenberge.de.

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Von Kathrin Götze

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