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213 Soldaten sind ab Juli im Stand-by-Modus

Neustadt 213 Soldaten sind ab Juli im Stand-by-Modus

Im Juli beginnt für 213 Soldaten des Versorgungsbataillons 141 in Luttmersen der Stand-by-Modus für die European Union Battlegroup (EU BG). Innerhalb von zehn Tagen müssen sie dann in einem Umkreis von 6000 Kilometern um Brüssel einsatzbereit sein und mindestens 30 Tage durchhalten können.

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Auf einem Übungsplatz haben sich die Soldaten für ihre neue Aufgabe vorbereitet.

Quelle: Thomas Tschörner

Luttmersen. Die Soldaten des Versorgungsbataillons 141 gehören erstmals einer EU BG an, sagt Hauptmann Christian Mönch, der im Versorgungsbataillon 141 als S 3-Stabsoffizier für Ausbildung und Einsatz zuständig ist. Das Bataillon stellt eine Versorgungskompanie, die den Umschlag von diversen Gütern sowie deren Transport ebenso gewährleisten soll wie die Instandsetzung von Fahrzeugen. Für die Soldaten in Luttmersen bedeutet dies, dass sie binnen zehn Tagen nach einem Beschluss des Rates der EU in ihrem zugewiesenen Einsatzland sein müssen. "Die Truppe soll 30 Tage durchhaltefähig sein, bei Bedarf auch 120 Tage", sagt Mönch, der zuvor Ausbilder an der Logistikschule der Bundeswehr für die Offiziersausbildung war. Zwar könnten die Soldaten Urlaub machen, sie müssten aber sicherstellen, dass sie binnen zwei Tagen bei ihrer Einheit sein können.

Grundsätzlich habe sich die Europäische Union darauf geeinigt, überwiegend auf politische Gespräche zu setzen, sagt der Offizier, der seit neun Monaten in Luttmersen ist. Zusätzlich gebe es aber seit 2010 auch eine kleine Säule militärisch-polizeilicher Fähigkeiten. "Wenn die EU sagt, in der Region haben wir Interesse, ein Land zu befrieden oder zu stabilisieren, kann die EU BG als schnelle Truppe eingesetzt werden." Über mögliche Einsatzgebiete will Mönch nicht spekulieren.

Im halbjährlichen Wechsel werden für den Verband 2500 Soldaten diverser EU-Länder gestellt, dessen Kern eine Infanterieeinheit ist. Dazu kommen Kampfunterstützer, Logistiker und Sanitäter. Deutschland habe für das zweite Halbjahr 2016 die Federführung für die EU BG übernommen und stelle mit einem Jäger-Bataillon die Kampftruppe. Beteiligt sind zudem Österreich, Tschechien, Kroatien, Irland, Luxemburg und die Niederlande. So werde etwa die Logistik von den Österreichern gestellt. "Aber nur wir haben die Ersatzteile für die deutschen Fahrzeuge", erklärt Mönch. Die Soldaten des Versorgungsbataillons aus Luttmersen seien deshalb speziell für die Fahrzeuge der deutschen Jäger zuständig.

Die Soldaten der EU BG müssten auf vieles vorbereitet sein, sagt Mönch, der über Einsatzerfahrung in Afghanistan verfügt. "Armut, Elend, Attentäter, feindliche Gruppierungen, organisiserte Kriminalität sowie fehlende staatliche Strukturen", zählt er einige Szenarien auf. Die Angehörigen der EU BG hätten deshalb erst einmal üben müssen, um die nationale und internationale Zertifizierung zu erhalten. Nach der erfolgreichen Güteprüfung müssten nun die Soldaten in Luttmersen bis zum 31. Januar 2017 bereit stehen. Wenn alles gut läuft, bleibt es bei der Bereitschaft. "Die EU BG ist noch eingesetzt worden, bis jetzt war sie nur ein fertig ausgeplanter Personalkörper."

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Von Thomas Tschörner

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