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Auf den Teller statt in die Tonne

Neustadt Auf den Teller statt in die Tonne

Auf den Teller statt in die Mülltonne: Neustädter Grüne, unterstützt von Ratskeller-Chefin Andrea Nehring, haben leckere Gemüsesuppe aufgetischt - aus Rohware, die sonst auf dem Müll gelandet wäre.

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Tischen auf: Ute Lamla (von links), Brigitte Pothmer, Anja Sternbeck, Hans-Jürgen Hayek und Jane Stebner-Schuhknecht.

Quelle: von Werder

Neustadt. Was Andrea Nehring und Koch Karsten Paral am Dienstag in der Ratskellerküche produzierten war sehr schmackhaft. Sie wollen Gutes tun, die Grünen – für die Umwelt, für eine gesunde Ernährung. Das teilen die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer und Neustadts Ortsvereinsvorsitzende Uta Lamla am Dienstag zur Mittagszeit jedem mit, der die Marktstraße passiert.

Viele bleiben stehen, schlagen die Einladung zu einer Gemüsesuppe nicht aus. Mehr als 100 Portionen werden verteilt. Bohnen, Paprika, Pilze, Zwiebeln, Kartoffeln, Knoblauch – die Suppe, soviel steht mal fest, ist nahrhaft und schmeckt. Die vielen Zutaten waren schon für den Abfall bestimmt; hatten sich nicht termingerecht verkaufen lassen. Der Edeka-Markt an der Königsberger Straße hatte sie Nehrings und den Grünen zur Verfügung gestellt.

Mit „Teller statt Tonne“ wollen die Grünen zeigen: auch in der eigenen Küche gibt es Möglichkeiten, Lebensmittel zu verwenden, die nicht mehr dem Optimum entsprechen, aber deswegen längst nicht ungenießbar sind. Oder deren Mindesthaltbarkeitsdatum gerade abgelaufen ist.

„Ist doch zu schade zum Wegwerfen“, sagt Andrea Nehring und greift in die Zutaten. Teile des Gemüses sehen nicht mehr perfekt aus, haben einen Tag, vielleicht auch nur wenige Stunden zu lange im Verkaufsraum gestanden. „Qualität und Inhaltsstoffe sind einwandfrei“, ist die Köchin sicher.

Rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel würden Deutschlandweit pro Jahr vernichtet – weil beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten sei, sagt Lamla, oder „der Salat nicht mehr absolut frisch aussieht.“ Das sei eine Verschwendung sondergleichen. Was tun? Kochen und kosten. „Das lohnt sich, denn das schmeckt“, sagt Grünen-Abgeordnete Pothmer.

Von Pothmer stammt ein Rezept: "Brigittes Gemüsesuppe", für "alle Gemüsereste, die in der letzten Woche angefallen sind". Zutaten könnten sein: Zucchini, Möhren, Kartoffeln, Zwiebel, Paprika; dazu ein Liter Gemüsebrühe, Schmand, Salz, Pfeffer, ein Lorbeerblatt und Öl. Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln werden geschält, Zucchini und Paprika gewaschen, dann alles klein geschnippelt. Öl im Topf erhitzen, nacheinander Zwiebeln, Möhren, Paprika und das übrige Gemüse andünsten, Brühe dazugeben, bis alles bedeckt ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, Lorbeerblatt dazugeben, alles aufkochen lassen; köcheln, bis das Gemüse gar ist. Schmand unterrühren, Lorbeeblatt rausnehmen. Servieren.

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Von Dirk von Werder

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