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Demonstration für saubere Energie

Neustadt Demonstration für saubere Energie

Es ist eine symbolische Aktion, zu der sich Vertreter und Befürworter der Branche Erneuerbarer Energien am Mittwoch getroffen haben. Sie wehren sich gegen eine geplante Ausschreibungpflicht beim Bau von Solar- und Windkraftanlagen.

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Befürworter und Unternehmer aus dem Bereich regenerative Energien demonstrieren in Hagen gegen die geplante Novelle des Erneuerbare Energie Gesetzes.

Quelle: Susanne Doepke

Hagen. Derzeit wird in Berlin über eine Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) beraten. Die geplanten Änderungen bereiten den lokalen Unternehmen der Branche Sorgen. Darum haben sich am Mittwoch Energieerzeuger aus dem Neustädter Land an der Biogasanlage in Hagen zur bundesweiten Aktionsminute "5 vor 12" getroffen.

Insbesondere die Unternehmer Marcus Biermann, dessen Eilveser Firma EE-Watt ihr Geld mit Projekten rund um regenerative Energie verdient, und der Hagener Windenergie-Unternehmer Alexander Jäger-Bloh befürchten Einbußen und den Verlust von Arbeitsplätzen. Das neue Gesetz sieht für Windkraft- und Solaranlagen einer bestimmten Größe Ausschreibungen vor, die mit hohen Kosten verbunden sind.

Das sei eine große Hürde für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Bürgersolar- und -windparks, meint Jäger-Bloh. Großunternehmen mit entsprechendem Kapital würden begünstigt. "Die Akteursvielfalt muss gewahrt bleiben", warnt er. In der Solarbranche hätte die Einführung von ähnlich gelagerten Ausschreibungen dazu geführt, dass 30 Prozent der Aufträge an einen Bieter vergeben worden seien.

Konkrete Auswirkungen? Biermann plant gemeinsam mit der Naturenergiegenossenschaft seit etwa drei Jahren einen kleinen Windpark bei Eilvese. In die Entwicklung haben sie nach eigenen Angaben etwa 500.000 Euro gesteckt. "Sollten wir die Genehmigung bis Jahresende nicht bekommen, können sich auch finanzkräftige Großkonzerne per Ausschreibung auf den Standort bewerben", sagt er.

Biermann ist gebranntes Kind: Nach einer EEG-Gesetzesnovelle 2012 im Bereich Solaranlagen, die die gesamte Branche hart getroffen hat, musste er seine Firma um 90 Prozent verkleinern.

Jäger-Blohs Dean-Unternehmensgruppe hat ein ähnlich gelagertes Problem mit einem geplanten Windpark in Dudensen/Nöpke. Nach Angaben von Torsten Flemming, kaufmännischer Leiter bei Dean, wären auch künftige Repowering-Vorhaben, zum Beispiel in Mandelsloh betroffen. Hinzu komme, dass das neue Raumordnungsprogramm der Region, das die Standorte für Windparks regelt, noch beschlossen werden muss. "Das Zeitfenster für Genehmigungen ist sehr klein", sagt Flemming.

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Von Redakteur Susanne Döpke

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