Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
An Bäumen leuchten grüne Zeichen

Neustädter Land An Bäumen leuchten grüne Zeichen

Rätselhafte Markierungen in leuchtendem Grün fallen dieser Tage vielen Autofahrern und Passanten an Dutzenden Bäumen entlang der Landesstraße 191 auf. Alle stehen für Schnitt- und Pflegearbeiten: Wo ein U steht, müssen Stamm- und Stockaustriebe entfernt werden. Ein Querstrich weist an, trockene Äste zu entfernen.

Voriger Artikel
Helfen Fakten, der Angst zu begegnen?
Nächster Artikel
Neue Regenwasserkanäle sollen deutlich länger halten

Was bedeuten die grünen Zeichen an den Bäumen im Neustädter Land?

Quelle: Kahtrin Götze

Neustadt. Entlang der Landesstraße 191 Richtung Norden etwa sind Dutzende Bäume markiert, manche auch mit mehreren Zeichen. „Ab Sommer kontrollieren wir die Bäume. Sie werden gekennzeichnet, weil wir auch Arbeiten an Spezialfirmen vergeben“, erläutert Martina Schober von der Straßenmeisterei Berenbostel. Jede Straßenmeisterei lege ihre Zeichen selbst fest.

Ein U, ein Winkel und ein Querstrich sind die Symbole, die am Straßenrand am häufigsten auffallen. Alle stehen für Schnitt- und Pflegearbeiten: Wo ein U steht, müssen Stamm- und Stockaustriebe entfernt werden, die sich etwa am Fuß von Linden breitmachen. Ein Querstrich weist an, trockene Äste zu entfernen, die sonst bei Sturm abbrechen und auf die Straße stürzen könnten. Und ein Winkel - die Richtung ist egal - steht für den sogenannten Lichtraumschnitt: Über Landes- und Bundesstraßen müssen fünf Meter frei sein, damit auch hohe Fahrzeuge nicht gegen Äste fahren.

Ein Punkt steht für einen Baum unter Beobachtung - etwa nach einem Unfallschaden. Und ein senkrechter Strich zeigt einen sogenannten Erziehungsschnitt bei jungen Bäumen an. Welches Zeichen für eine Fällung steht, mag Schober nicht veröffentlichen, um Missbrauch vorzubeugen. Die Firmen bekämen aber auch Listen zum Abgleich mit. Aktuell werden vor allem Bäume zwischen den Ortschaften beschnitten.

Auch Eigentümer von Grundstücken am Straßenrand werden regelmäßig angeschrieben, wenn ihre Bäume die Sicherheit gefährden. „Dieses Jahr haben wir an die 200 Briefe rausgeschickt“, sagt Schober. Die Meisterei in Berenbostel ist zuständig für den Unterhalt von 170 Kilometern Bundes- und 180 Kilometern Landesstraße sowie 120 Kilometern Radweg in Neustadt, Garbsen, Wedemark und im Norden Hannovers.

Von Kathrin Götze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sk7393s99fjtcwhhda
Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln

Fotostrecke Neustadt: Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln