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Hammerbalken hat fast 150 Jahre gehalten

Neustadt Hammerbalken hat fast 150 Jahre gehalten

Von solcher Haltbarkeit können Verbraucher nur träumen - 148 Jahre hat der schwere Hammerbalken die Dudenser Bockwindmühle gestützt - nun wurde er ausgetauscht.

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Der Hammerbalken der Bockwindmühle Dudensen wird ausgetauscht - der alte Balken wird entfernt.x

Quelle: Susanne Doepke

Dudensen. Es ist ein großes Unterfangen, den neuen Hammerbalken der Bockwindmühle Dudensen an seinen Platz zu bekommen. Das neue, maßangefertigte Bauteil ist 2,2 Tonnen schwer, misst 76 mal 78 Zentimeter bei einer Länge von 4,20 Meter. Es verbindet den Bock, auf dem die Mühle ruht mit dem Mühlenkasten. Letzterer ist mit einem Gerüst in den letzten Wochen Stück für Stück mit hydraulischen Pumpen angehoben worden, nun hievte Spezialkran das alte Teil nach unten und das neue wieder hinauf.

Zuvor glich Mühlentechniker Rüdiger Hagen den alten und den neue Balken noch einmal ab und führte letzte Arbeiten durch. Er hatte mangels eines Bauplans die Maße für das schwere Werkstück im Mühlengehäuse genommen und daraufhin eine Zeichnung angefertigt. Der Austausch war eine Terminarbeit, denn um den teuren Kran nicht zwei Tage bezahlen zu müssen, war schnelle und präzise Arbeit das Gebot der Stunde.

Der alte Balken war aufgrund eines Pilzbefalls schadhaft geworden. "Ich schätze, dass er etwa 30 Prozent seiner Tragfähigkeit verloren hat", sagt Hagen. Damit hätte man seiner Einschätzung nach noch eine Weile weiterarbeiten können, doch der Mühlenverein wollte lieber handeln. Der Austausch hat rund 35.000 Euro gekostet. Einen Zuschuss von je 8.500 Euro gab es von der Umweltlotterie Bingo und den Ämtern für regionale Landentwicklung und Denkmalpflege. "Da blieb für den Mühlenverein immer noch die Summe von 10.000 Euro übrig, aber das konnten wir stemmen", sagt Vereinsvorsitzender Hans Weckenmann-Hespe.

Bockwindmühle stammt aus Twistringen

Der Hammerbalken der Bockwindmühle Dudensen sah 148 Jahre an seinem Platz, aber das Bauwerk ist viel älter. Es wurde wahrscheinlich um 1680 in Twistringen gebaut und kam nach dem Kauf durch die Familie Ahrbecker an seinen Standort Rand von Dudensen.

In der Mühle wurde bis 1952 noch Getreide gemahlen, doch nach einem Betriebsunfall stillgelegt. Müller Friedrich Ahrbecker war mit dem Arm zwischen die Kammräder geraten. Der Mühlenverein gründete sich 1983, pachtete das Bauwerk zunächst, kaufte es 2001 endgültig.

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