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Andacht für die Sternenkinder

Neustadt/Garbsen Andacht für die Sternenkinder

Eltern und Angehörige trauern am Freitag, 20. November, 13 Uhr, auf dem Friedhof Lindenstraße in Neustadt um tot geborene Kinder, deren Asche anonym an einem Gedenkstein auf dem Gelände bestattet wurde oder wird.

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Am Gedenkstein wird die Asche der Sternenkinder beigesetzt.v. Werder

Quelle: privat

Neustadt. Es sind Fehlgeburten aus den vergangenen sechs Monaten - Kinder, die zu früh auf die Welt kamen, zu leicht, nicht lebensfähig, aber auch Kinder, die abgetrieben wurden. Auch für sie schreibt der Gesetzgeber etwas vor, was er „pietätvolle Beseitigung“ nennt.

Zweimal im Jahr erweisen Neustädter Christen den Kindern einen letzten, kleinen Dienst. Zweimal im Jahr feiern sie eine Andacht in der Friedhofskapelle; dann wird eine Urne mit der Asche der Kinder beigesetzt.

„Wir gedenken unserer Sternenkinder“, sagt Dr. Hubert Sommer, Leiter der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Neustadt. Der Begriff klinge schöner als „Fehlgeburt“ oder gar das offizielle „Abort“.

Jedes Sternenkind sei das Produkt eines „unglücklichen Schwangerschaftsausgangs“, sagt Sommer. Beisetzung und Trauerfeier seien dazu da, Eltern zu helfen, auch Großeltern, Geschwistern. Früher seien Fehlgeburten „oft verschwiegen worden“, weiß der Mediziner. Mit vielfach schlimmen Folgen gerade für die Mütter, denn Abschied zu nehmen sei wichtig.

Die Andacht und Bestattung wird von Pastor Marcus Buchholz, Diakon Claus Crone und den Bestattern der Firma Poppe aus Otternhagen vorgenommen, an der Orgel begleitet Pastor im Ruhestand Wolfgang Schröder die Trauerfeier. Außerdem sind Mediziner Sommer und die Leitende Hebamme Kerstin Langer vor Ort, ebenso Christiane Schröder vom Hospizdienst Dasein und Friedhofsbetreuer Rainer Stimpfig.

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