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Ans Mikrofon trotz Sprachbarrieren

Neustadt Ans Mikrofon trotz Sprachbarrieren

Die Sprachbarriere soll für Khalil Abdo, Shelan Hemi und Mohamed Mustafa kein Hindernis bleiben, um Radio zu machen. Die drei jungen Syrer besuchen einen Radio-Workshop der Landeskirche im Neustädter Studio von Radio Leinehertz, dem Bürgerfunk in der Region.

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Dolmetscherin Saly Khatib (links) und Mohamed Mustafa interviewen eine Neustädterin.

Quelle: Leinehertz

Neustadt. Die Radiomacher Henning Lühr und Wolfgang Stelljes werden dabei von Saly Khatib als Dolmetscherin unterstützt. Das Team will eine einstündige Radiosendung produzieren - auf Deutsch und Arabisch -, für die es gemeinsam Themen aufbereitet hat. Eines davon: eine Umfrage unter den Neustädtern zur Situation von Deutschland und den vielen Neuankömmlingen. Ohne Dolmetscherin Saly geht das nicht, obwohl Mohamed, Khalil und Shelan schon etwas Deutsch verstehen - sie trauen sich nur noch nicht recht, selbst Deutsch zu sprechen.

Von den Passanten in der Fußgängerzone wollten sie wissen, wie Deutschland mit dem Flüchtlingsstrom fertig wird, ob sie Angst vor dem Islam haben oder ob sie bereit wären, selbst einen Flüchtling aufzunehmen. Von der ausnahmslos positiven Reaktion der Neustädter waren die jungen Leute überrascht. „Wir haben teils sehr kundige Antworten erhalten - sogar regelrechte religiöse Exkurse waren dabei“, fasst Lühr die Antworten zusammen.

Die Radiosendung wird sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch ausgestrahlt werden. „Wir haben uns gemeinsam mit dem Team dafür entschlossen, damit die Macher ebenfalls zu hören sind“, sagt Lühr. Einen genauen Sendetermin gibt es vorerst noch nicht.

Von den jungen Leuten hat nur die 22-jährige Shelan ein wenig Radioerfahrung. Sie hat schon einmal eine Reportage für den unabhängigen syrischen Sender Arta FM gemacht. Lühr und Stelljes hoffen, dass die Syrer über den Workshop hinaus Lust aufs Radiomachen haben.

Das ist durchaus realistisch, denn zurzeit klagen die drei Neubürger über Langeweile. Sie besuchen Deutschkurse, würden darüber hinaus aber gern Musik machen oder singen.

von Susanne Döpke

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