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Gastschüler mögen die Ruhe

Neustadt Gastschüler mögen die Ruhe

Heimweh? Fehlanzeige. Die asiatischen Schülerinnen Chu wen Ma und Pornteera Ngernteera verbringen ein Austauschjahr an der KGS, mögen das Leben in der Kleinstadt, die Sprache und sind begeistert vom deutschen Schulsystem.

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Antoinette Maniera (von links) und ihr Sohn Kevin mit den Gastschülern Chu wen und Pornteera.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Der erste Eindruck von ihrer einjährigen Wahlheimat glich für die Chinesin Chu wen (Wendy) einem Kulturschock im Miniformat. "Hier ist alles so schön übersichtlich. Ich mag die Ruhe in Neustadt, das ist anders als in Peking", sagt die 17-Jährige. Gemeinsam mit der Thailänderin Pornteera (Pong) ist Wendy über die Organisation Youth For Understanding (YFU) nach Deutschland gekommen, um die Sprache und die Kultur kennenzulernen.

Die Mädchen wohnen bei Familie Maniera in der Kernstadt, gehen an der KGS zur Schule und fühlen sich in Neustadt pudelwohl. "Auch wenn ich meine Familie vermisse, ich habe kein Heimweh", sagt Pong. Die 16-Jährige spielt Fußball beim FC Wacker und schwimmt bei der DLRG.

Wendy hat sogar ein neues Hobby gefunden und nimmt Gitarrenunterricht. "In China habe ich dafür neben der Schule keine Zeit", sagt sie. Dort dauert der Unterricht bis 17 Uhr, abends sitzt sie bis zu vier Stunden an ihren Hausaufgaben. "Wir müssen hier keine Uniformen tragen und dürfen sogar Taschenrechner benutzen, das ist bei uns verboten", erzählt sie.

Gastmutter Antoinette Maniera, deren Tochter Amber momentan mit YFU in Ecuador ist, freut sich, die Mädchen bei sich zu haben. "Es ist schön, andere Kulturen kennenzulernen, auch kulinarisch. Wendy und Pong kochen manchmal für die Familie", sagt sie. Die deutsche Küche kommt bei Pong und Wendy gut an, nur eins mögen sie nicht: Milchreis.

YFU vermittelt Gastfamilien:

Youth For Understanding (YFU) organisiert zusammen mit Partnerorganisationen Jugendaustauschprogramme in rund 50 Ländern. Schwerpunkt der Arbeit ist die Vermittlung von ein- und halbjährigen Gastfamilien- und Schulaufenthalten für Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren. Jährlich entsendet die deutsche Organisation rund 1200 Jugendliche ins Ausland und nimmt circa 600 aus anderen Ländern in Deutschland auf. Seit der Gründung 1957 haben rund 60 000 Deutsche an dem Austausch teilgenommen. YFU ist ein gemeinnütziger Verein und als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Weitere Infos auf yfu.de.

Von Benjamin Gleue

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