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Auf dem Weg zur neuen Schule

Neustadt Auf dem Weg zur neuen Schule

Manche Diskussion um Grundschulstandorte wird sich erledigt haben, wenn ein Modellversuch in Neustadt erfolgreich verläuft: „Kooperativer Hort“ nennt sich das Projekt.

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Viel zu bereden: Hans-Jürgen Kretz (Leiter der Leine-Schule) und Projektbetreuerin Ruth Hammerbacher waren mit Planern und Politikern unterwegs zu Besichtigungen von Schulen und Kita-Angeboten im Westen der Kernstadt.

Quelle: von werder

Neustadt. Trotz des Namens zielt es doch vornehmlich auf grundlegende Änderungen im Schulunterricht der Klassen eins bis vier. „Wir stehen vor spannenden Zeiten“, sagte Montagnachmittag Schuldezernent Maic Schillack. Neustadt ist eine von vier Kommunen im Land, die den Zuschlag für das Modellvorhaben bekommen haben. Der SPD-Landtagsabgeordnete Mustafa Erkan beansprucht für sich, das „über meine Gesprächskanäle“ erreicht zu haben.

Die „spannenden Zeiten“ beginnen im Schulstandort Mandelsloh/Helstorf sowie aller Voraussicht nach auch an der Michael-Ende-Schule in der Kernstadt. Der „Kooperative Hort“ ermöglicht eine Verzahnung von Grundschule und Hortbetreuung, auch in teilweise gemeinsam zu nutzenden Räumen. Das klingt zunächst für Haushaltspolitiker gut - denn Räume sind teuer. Möglichst viele Schulräume möchte Schillack künftig für die Betreuung an Nachmittagen nutzen.

In dem Modellvorhaben geht es aber um sehr viel mehr als „nur“ ein sparsames Raumkonzept. Denn eine Hortbetreuung ebnet den Weg zu Ganztagsangeboten - von freiwillig zu nutzenden, „offenen“ bis hin zu verbindlichen an vier Wochentagen. An Ganztagsschulen aber, so sagt Schulentwicklungsplaner Reinhart Richter, der das Projekt im Auftrag der Landesregierung begleitet, seien andere Unterrichtsabläufe möglich, zum Beispiel „eine ganz andere Rhythmisierung von Lern- und Entspannungsphasen“. Vier Unterrichtsstunden könnten auf einen längeren Zeitraum im Tagesablauf verteilt werden.

In jedem Fall aber sei, so Schillack, jede Ganztagsgrundschule eine Angebotsschule. Folge: Eltern können ihre Kinder dort anmelden, ohne auf bisherige Schuleinzugsbereiche Rücksicht nehmen zu müssen. „Das hätte dann auch Auswirkungen auf Grundschulstandorte“, sagt der Dezernent.

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