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Aufwind für Freiwind: Schon 2018 Schulstart in Mardorf?

Neustadt Aufwind für Freiwind: Schon 2018 Schulstart in Mardorf?

Die Idee einer freien Schule, das Freiwind-Projekt, stößt bei Mardorfern auf großes Interesse. Über 50 Gäste kamen Sonnabend zum Info-Treffen ins Bauern-Café und staunten nicht schlecht über das Tempo der Planung - wird schon im nächsten Schuljahr in Mardorf wieder unterrichtet?

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Kerstin Nolte, Vorsitzende der freien Schule Mittelweser in Steyerberg und Lernbeleiter Thomas Rottmann (erste von links und stehend zweiter von links), sowie die vier Vorstandsmitglieder des Vereins „Natürliche Neugier“ informieren über das Freiwind-Projekt.

Quelle: Susann Brosch

Mardorf.  In der aktuell leerstehenden Grundschule Mardorf soll, so die Iniatoren, eine Außenstelle der Freien Schule Mittelweser aus Steyerberg eingerichtet werden. Vorstandsmitglieder des Mardorfer Vereins „Natürliche Neugier“, der das Projekt vorantreibt, präsentierten am Sonnabend Fakten und Ideen, um das Potential der Immobilie voll auszuschöpfen. „Wir sind soweit, dass wir das Gebäude erwerben wollen“, sagt Vorstandsmitglied Frerk Grüßing. Die Gespräche mit der Stadt würden gut verlaufen. „In naher Zukunft werden wir den Vertrag unterschreiben und planen den Start für das Schuljahr 2018/19“, sagt der pensionierte Lehrer weiter. Mit einem Interessentenformular will der Verein die Nachfrage an Einschulungen in Mardorf ausloten. Das Formular steht im Internet unter www.freiwind-mardorf.de/freie-schule-mittelweser/ als Download bereit.

Der Ortsrat Mardorf steht geschlossen hinter dem Freiwind-Projekt. „Das ist doch die sinnvollste Nachnutzung: Aus der alten Schule wird eine neue Schule“, sagt Ortsbürgermeister Hubert Paschke. Im ersten Jahr soll es nur die Grundschulklasse eins und zwei geben. „Die Drittklässler würden sonst bereits nach einem Schuljahr in die Hauptstelle nach Steyerberg wechseln müssen“, sagt die erste Vorsitzende Jennifer Frenzel-Schmidt. In den folgenden Jahren soll das Angebot bis zur vierten Klasse erweitert werden.

Desweitern soll in Zusammenarbeit mit dem Sporthallenbauverein ein großer Bewegungsraum entstehen, der dann auch anderen Vereinen und Organisationen aus dem Ort zur Verfügung steht. „Es soll insgesamt ein Begegnungszentrum für Jung und Alt sein, das außerhalb der Unterrichtszeiten die Möglichkeit für Freizeiten, Ferienangebote, Tagungen, Konzerte und vieles mehr bieten kann“, sagt die zweite Vorsitzende Anna Igelmann-Kirk.

Die Grundschule Mardorf war vor zwei Jahren geschlossen worden. Seither ist das Dorf offiziell dem Einzugsbereich der Grundschule Schneeren zugewiesen. Allerdings werden auch Mardorfer Kinder in Rehburg (Landkreis Nienburg) unterrichtet. Neustadts Verwaltung möchte die Zahl der Grundschulen insgesamt verringern, den Unterricht auf wenige, moderne Schulen konzentrieren. Das trifft in vielen Dörfern auf den Widerstand; auch der Rat der Stadt ist bereits in weiten Teilen von dem Konzept abgerückt.

Das sagt Neustadts Schuldezernent

Maic Schillack ist als städtischer Dezernent für viele Bereiche der Stadtverwaltung zuständig - darunter Schulen und Finanzen. Generell, sagt er, sei die Stadt in Sachen Freier Schule in Mardorf gar nicht gefragt. Der Plan ziele auf eine reine Angebotsschule als Außenstelle einer in Steyerberg bereits vorhandenen. Eltern, die ihr Kind in Mardorf unterrichten lassen möchten, müssten Schulgeld bezahlen. Dabei soll es sich nach Informationen dieser Zeitung um 150 Euro im Monat handeln. Schillack bestätigt, dass Verhandlungen über einen Verkauf des Gebäudes an den Mardorfer Verein "relativ weit" gediehen seien. Neustadts Politik sei daher nur einmal in die Entscheidung eingebunden - der Rat der Stadt müsse einem Verkauf zustimmen. Er, Schillack, glaube, dass die Schule "nur eine kleinere Klientel" ansprechen werde, und sich daher Auswirkungen auf die Schullandschaft in Grenzen halten würden. "Unsere Schulen sind gut", sagt Schillack, das Angbot somit eigentlich ausreichend.

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Von Susann Brosch und Dirk von Werder

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