Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Zwei Neustädter Jungs in der Nachkriegszeit

Neustadt Zwei Neustädter Jungs in der Nachkriegszeit

Neustadts Historischer Salon widmet sich nächste Woche den Nachkriegsjahren und der Wirtschaftswunderzeit.

Voriger Artikel
Und schon tritt jeder auf die Bremse....
Nächster Artikel
Panne bei der Abi-Klausur

Neustädter Jungs 1957 auf Helgoland.

Quelle: privat

Neustadt. Friedel Hogrefe und Heinrich Hahn - zwei Neustädter Jungs, blicken zurück: am Donnerstag, 6.April, um 19 Uhr im Ratskeller an der Marktstraße. Aufgewachsen in unruhiger Zeit, sind sie "zwei Jungen unter der Fuchtel ihrer Mütter". So schildert Hans–Heinrich Bückmann es in einem Aufruf zur Veranstaltung. Böckmann führt durch den Abend. Hogrefe und Hahn: Derr eine in fester familiärer Orientierung gebunden, geht pragmatisch seinen Bildungs- und beruflichen Weg. Der andere, nach dem Wohnort- und Schulwechsel gen Hannover, findet Gefallen am Jazz und begibt sich in eine längere Orientierungsphase des persönlichen und beruflichen Werdegangs. Der eine tritt als junger Erwachsener beim Widerstand gegen eine Wiederaufbereitungsanlage in Lichtenhorst auf; der andere kehrt schließlich in eine dörfliche Gemeinschaft zurück, die er als Flüchtlingskind in Bordenau schätzen gelernt hatte.

Neues erfahren beide als Jugendliche in der christlichen Gemeindejugend oder bei Fahrten mit den christlichen Pfadfindern und erweitern ihren Horizont durch Trampen oder per Fahrradtouren ins Ausland. Es sind interessante Reisen, die sie unternehmen, so nach Helgoland, der deutschen Hochseeinsel, die die Nachkriegsjahre nur mit Glück überstanden hat. Sie wurde auch nach Kriegsende massiv bombardiert, nachdem sie zuvor evakuiert worden war. So sollte zumindest jede weitere militärische Nutzung der Insel für alle Zeiten verhindert werden.

Friedel Hogrefe und Heinrich Hahn geben mit ihren unterschiedlichen Lebenswegen einen ersten Einblick auf der persönlichen Ebene in die Zeit des „Wirtschaftswunders“ und des Umbruchs der 1960er und 1970er Jahre. Sie lassen die Vielfalt der tief greifenden Veränderungen unserer Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erahnen, über die es bisher kaum öffentliche Dokumente gibt.
Sie wollen damit auch zur gemeinsamen Erinnerung und Vertiefung anregen. Das vom Koordinator der Geschichtswerkstatt, Hans–Heinrich Bückmann, moderierte Gespräch ist der Start eines neuen Projekts, mit dem die Geschichtswerkstatt und der Arbeitskreis Regionalgeschichte den Wandel der Stadt in der Nachkriegszeit dokumentieren wollen.

Von Dirk von Werder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xlj4siy8rosrh3ni04
Und sie fahren schon wieder nach Berlin

Fotostrecke Neustadt: Und sie fahren schon wieder nach Berlin