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Von Hexen und Juden als Sündenböcke

Neustadt Von Hexen und Juden als Sündenböcke

Zahllose Menschen fielen den Hexenprozessen zum Opfer - auch im Neustädter Land Eine Ausstellung in der VHS Hannover Land nimmt die Besucher mit in die düstere Zeit der Hexenverfolgung. Am Freitag, 20. Oktober, eröffnet eine Vernissage die Ausstellung mit dem Titel "Hexen, Juden, Sündenböcke".

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Auch in Neustadt brannten Scheiterhaufen. Illustrationen aus der Ausstellung zur Hexenverfolgung.

Quelle: r

Neustadt. Zwischen 1567 und 1574 kam es im Fürstentum Calenberg-Göttingen auf Veranlassung des Landesherrn Herzog Erich II. zu einer Reihe von Hexenprozessen, die wegen ihrer Brutalität auch überregional Aufsehen erregten und denen zahllose Menschen zum Opfer fielen. Selbst adelige Frauen verschwanden in den Folterkellern des Neustädter Schlosses. Selbst für die Verhältnisse der frühen Neuzeit ging das zu weit, so dass sich der Kaiser und andere einflussreiche Persönlichkeiten gezwungen sahen einzuschreiten. Die meisten Opfer blieben dennoch nicht verschont. 

Kaum besser ging es den Juden. Bereits 1553 hatten die Landesherren ein Gesetz erlassen, das es ihnen verbot sich im Fürstentum Calenberg-Göttingen aufzuhalten. Zwei Prozesse gegen Juden, sind ebenfalls Teil der Ausstellung.

Die Ausstellung kombiniert historische und künstlerische Darstellungen der Verfolgung miteinander. So soll klar werden, dass sie mehr mit der Gegegenwart zu tun haben, als es auf den ersten Blick erscheint.

Eine Vernissage samt Einführung, eröffnet die Ausstellung am Freitag, 20. Oktober, in den Räumen der Volkshochschule Hannover Land in Neustadt, Stuttorfer Straße 8. Sie beginnt um 19.30 Uhr in Raum 16. Die Ausstellung "Hexen, Juden, Sündenböcke - Die Neustädter Hexenprozesse und das Spiel der Macht" ist noch bis 30. November zu sehen. Die VHS hat montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Freitags öffnen die Räume von 9 bis 16 Uhr.

Ein begleitender illustrierter Vortrag von Hubert Brieden behandelt Martin Luther und die Verfolgung der Juden in Deutschland. Er beginnt Donnerstag, 2. November, um 19 Uhr im Raum 17 der VHS.

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Auch in Neustadt brannten Scheiterhaufen. Illustrationen aus der Ausstellung zur Hexenverfolgung.

Quelle: r

Von Benjamin Behrens

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