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Barrierefreies Wohnen steht im Fokus

Neustadt Barrierefreies Wohnen steht im Fokus

Um der Wohnungsnot entgegenzutreten, haben weitsichtige Neustädter vor 90 Jahren den Bauverein gegründet - die Ziele der Genossenschaft sind noch immer genauso aktuell wie zur Zeit der Gründungsväter.

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In diesem 1926 gebauten Haus an der Schwiecheldstraße waren die ersten gemeinnützigen Büroräume des Vereins untergebracht, zwischen 1970 und 1988 diente es dem Bauverein als Verwaltungsgebäude.

Quelle: Bauverein

Neustadt. Wie heute war es auch im Gründungsjahr der Baugenossenschaft 1925 nicht einfach, in der Kernstadt passenden und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Gut 3000 Einwohner zählte die Kernstadt damals. Da die wenigen Stadtwohnungen teuer waren, lebten viele der im Torfabbau tätigen Arbeiter in maroden Barackensiedlungen.

Mit der Gründung des Bauvereins am 19. Dezember gelang es, die Wohnsituation aller Neustädter in den folgenden Jahren deutlich zu verbessern. Schon 1926 errichtete der Bauverein sein erstes Haus an der Schwiecheldstraße, südlich des Stadtkerns - dort waren vier Wohnungen und ein Büroraum untergebracht.

Heute unterhält die Genossenschaft einen Bestand von 1114 Wohnungen in 170 Häusern sowie 344 Garagen. „Aktuell sind wir gut aufgestellt“, sagt Lutz Nolte, der den Bauverein gemeinsam mit Rudolf Immel als Vorsitzender führt. Zwar ist zuletzt die Nachfrage nach günstigem Wohnraum etwas gestiegen, die Situation in Neustadt sei aber noch überschaubar, erklärt Nolte. „Es ist nicht wie in den Großstädten, dass die Leute über Wochen Schlange stehen“, sagt er. Allerdings stehe der Wohnungsmarkt - wie überall in Deutschland - auch hier vor einem gewaltigen Umbruch.

So hat aufgrund des demografischen Wandels die Nachfrage nach altersgerechten Umbauten zuletzt stark zugenommen. „Das Interesse an barrierefreien Wohnungen ist massiv gestiegen. Wir sind aber auch für diese Aufgabe gut gerüstet“, sagt Nolte. Da der Bauverein in den vergangenen 15 Jahren sämtliche Gebäude nach energetischen Vorgaben saniert hat, rückt ohnehin gerade der Innenausbau in den Fokus. Unter anderem hat die Genossenschaft bereits einige Häuser mit Fahrstühlen ausgestattet, und im Zuge der Wohnungssanierungen lässt sie sämtliche Türschwellen entfernen.

Von Benjamin Gleue

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