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Bei Rodewald wird wieder nach Erdöl gebohrt

Rodewald Bei Rodewald wird wieder nach Erdöl gebohrt

Der Bohrplatz ist bereitet: Ab Oktober soll bei Rodewald wieder nach Erdöl gebohrt werden. Eine Fläche von 8000 Quadratmetern östlich des Dorfes wird derzeit für das Vorhaben planiert und asphaltiert.

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Auf dem Bauplatz des Ölbohrfelds bereiten Bagger und Walze den Boden für das zu gießende Fundament vor.

Quelle: Susanne Döpke

Neustadt. Unscheinbar sehen sie aus, die beiden Bohrlöcher, in denen die Firma Wintershall demnächst bei Rodewald nach Erdöl bohren will. In jedem steckt ein Standrohr mit 60 Zentimeter Durchmesser, das gut 60 Meter tief in die Erde führt, laut Wintershall an den grundwasserführenden Schichten vorbei. Durch diese Rohre soll der Bohrer geführt werden, wenn der Platz für die Aufstellung des Geräts bereit ist.

Derzeit wird östlich des Dorfs eine Fläche von 8000 Quadratmetern für das Vorhaben planiert und asphaltiert. Wintershall, eine BASF-Tochter, hat zwei Probebohrungen vor - eine im Oktober und eine im November. Dafür wird noch eine etwa 40 Meter hohe Bohranlage aufgestellt. Eine Bohrung geht 2400 Meter tief und erfasst dabei drei potenziell ölführende Gesteinsschichten, die zweite führt 1500 Meter in die Tiefe und wird von dort aus etwa 1000 Meter horizontal abgelenkt. Anschließend folgt ein sechsmonatiger Fördertest, dessen Ergebnisse entscheiden, ob die Ölförderung wieder aufgenommen wird - das wäre frühestens 2018 der Fall. Das umstrittene Fracking soll nicht angewandt werden: „Wir planen eine traditionelle Förderung“, sagt Mark Krümpel, Sprecher von Wintershall.

Auf dem Bohrplatz werden Lagerstättenwasser und Begleitgas vom Öl getrennt, mit dem Gas wird Strom für die Pumpe produziert. Neue, effizientere Fördermethoden, zu denen auch das horizontale Bohren zählt, machen es für Energieunternehmen interessant, ehemalige Förderstätten zu prüfen. Das Unternehmen BEB hatte bis Mitte der Neunzigerjahre in der Nähe Öl gefördert. Energieriese Exxon hat BEB die Konzession abgekauft. Wintershall ist mit 50 Prozent am Unterfangen beteiligt und führt den Betrieb. „Bevor es losgeht, laden wir die Rodewalder auf den Bohrplatz ein,“, sagt Krümpel.

Von Susanne Döpke

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