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Trump ist Thema beim Neujahrsempfang

Neustadt Trump ist Thema beim Neujahrsempfang

2017 soll einiges in Bewegung kommen in Neustadt. Daran haben die Gastgeber des Jahresemfangs, Stadt und Bundeswehr, am Mittwoch keinen Zweifel gelassen. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirche und Schulen kamen in der NASC-Halle miteinander ins Gespräch.

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Neujahrsempfang der Stadt Neustadt und der Bundeswehr.

Quelle: Nadine Kirst

Neustadt. Bürgermeister Uwe Sternbeck machte erwartungsgemäß den Rathausneubau und die Umgestaltung des Zentrums zum Thema seiner Ansprache. Er nannte zudem das geplante Feuerwehrzentrum an der Nienburger Straße, Investitionen in Kinderbetreuung und Schulen sowie in die Infrastruktur als dringliche Herausforderungen an die Stadt.
Thorsten Nagelschmidt, Standortältester und Kommandeur des Panzergrenadierbattaillons 33, betonte die Bedeutung der Bundeswehr am Standort Luttmersen als größten Arbeitgeber der Stadt. Er lobte die wachsende Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und nannte die Robby 2016, Gewerbeschau der Nordkreisinitiative (NKI), beispielgebend auch für die Zukunft. Hohe Investitionen seien ein Bekenntnis der Bundeswehr zum Standort.
Oberstleutnant Carsten Heß, Kommandeur des Versorgungsbataillons 141, nutzte die Gelegenheit, um sich mit der unterhaltsamsten Rede des Abends zu verabschieden. Er wird Mitte des Jahres die Wilhelmstein-Kaserne verlassen.

Präsidentenwahl ist Thema

War im vergangenen Jahr noch die Flüchtlingsdebatte globales Thema beim Jahresempfang, rückte in diesem Jahr die Präsidentenwahl in den USA in den Fokus. Die Redner des Abends erteilten dem politischen Gebaren Donald Trumps eine deutliche Absage. „Die Pax Americana scheint wie pulverisiert. Es ist, als habe der designierte Präsident höchstpersönlich den roten Zerstörungsknopf mit seinen Äußerungen zu der seiner Meinung nach überflüssigen Nato gedrückt“, so der Bürgermeister. Die neue Sicherheitslage werde die Bundeswehr vor neue Aufgaben stellen.
Referentin Jasmin Schönberger wagte vor den rund 500 Gästen die schwierige Aufgabe einer Wahlkampfanalyse. Die 35-jährige Neustädterin hat die Präsidentenwahl zum Thema ihrer Doktorarbeit gemacht und verfolgte deren Entwicklung in den USA aus nächster Nähe. Vornehmlich ihre Erläuterungen über die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Niedersachsen als exportstarkes Bundesland ließ die Neustädter Zuhörer aufhorchen.
Einhelliger Tenor aller Redner: Der Mensch sollte wieder in den Mittelpunkt rücken. „Eine Zeit, in der 140 Zeichen scheinbar mehr wert sind als das gesprochene Wort, ist meiner Auffassung nach die Zeit der Rückbesinnung auf das, was wirklich zählt“, sagte Nagelschmidt in Anspielung auf Trumps Twitter-Verhalten. „Lassen sie uns gemeinsam für eine politische Kultur streiten, die auf der Basis unserer freiheitlichen Grundordnung basiert“, richtete Sternbeck sein Schlusswort an die Neustädter und ihre Gäste. Nach solch schwerer Kost ließen diese sich schmecken, was die Truppenküche der Wilhelmstein-Kaserne für den Empfang vorbereitet hatte. Bei Gulaschsuppe und Kanapees ließ es sich trefflich diskutieren – über Rathaus, Trump und Bundeswehr.

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