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Am Ende siegen Liebe und Toleranz

Neustadt Am Ende siegen Liebe und Toleranz

Eine witzig-turbulente Komödie war den Zuschauern des Theaterabends im Gymnasium mit dem Stück "Der Brautvater" versprochen. Sie wurden nicht enttäuscht. Treffsicher angelegte Charaktere, temperamentvoll gespielte Verwicklungen, ein wenig Klamauk und gut aufgelegte Darsteller sorgten für gute Unterhaltung.

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Der Brautvater: Claire (Caroline Klütsch, von links) und Djamal (Raphael Koeb), Reverend O'Neal (Gernot Endemann), Henry Foster (Wolfgang Finck) und Tante Rania (Sabine Schmidt-Kirchner) feiern am Ende eine Doppelhochzeit.

Quelle: Carola Faber

Neustadt. Der Theater- und Konzertkreis (TKK) Neustadt hatte für diesen Abend das Ensemble der Komödie am Altstadtmarkt aus Braunschweig verpflichtet.  Dieses schaffte es von Beginn an, das Publikum zu begeistern. Vor dem Bühnenbild, das ein traditionelles nordamerikanisches Wohnzimmer mit Plüschsessel und Kamin zeigte, erlebten mehr als 330 Zuschauer nach der Offenbarung der Hochzeitspläne der 20-jährigen Claire (Caroline Klütsch) temperamentvolle Szenen.

Die Langzeitstudentin hat sich für den jordanischen Studenten Djamal (Raphael Koeb) entschieden. Ihr Vater Henry Foster (Wolfgang Finck), ein mittelständischer Wurstfabrikant, ist schockiert. Zusammen mit dem ortsansässigen Reverend O'Neal (Gernot Endemann) versucht er, die Heirat zu verhindern. Ein Besuch des künftigen Schwiegersohns zur Osterzeit kann die Vorurteile allerdings nicht bestätigen. Der Auftritt von Djamals Tante Rania (Sabine Schmidt-Kirchner), die die Heirat ebenfalls unterbinden wollte, bringt die Wende. Am Ende siegen Liebe und Toleranz.

Das Neustädter Publikum erlebte eine Komödie am Puls der Zeit, die das Aufeinandertreffen zweier Kulturen thematisiert. Sie ließ gleichermaßen lauthals lachen, wie nachdenken. Immer wieder erheiterten kleine Pointen die Zuschauer, wie die Gespräche mit dem Wandbild Fosters verstorbener Ehefrau Clementine. Mit einer erfrischenden Idee wurde der Zuschauer durch den zeitlichen Ablauf geleitet: War es in der einen Szene ein Tablett, das hochgehalten wurde und auf dem das Worte Karfreitag stand, war es in einer anderen ein T-Shirt, auf dem "Zwei Tage später" zu lesen war. Wortwitz und agiles Spiel sorgten für viel Abwechslung - und für viel Applaus am Ende.

Stimmen aus dem Publikum:
Evgenia Denker (28, Neustadt):
Erst vor Kurzem bin ich nach Neustadt gezogen und habe eine Theaterkarte als Geschenk bekommen. Ursprünglich stamme ich aus Sibirien. Für die Komödie habe ich mich entschieden, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Es gefällt mir sehr gut. Der Inhalt trifft die häufigen Probleme zwischen den Religionen.

Angelina Heidenbluth (42, Schloß Ricklingen):
Ich bin zum ersten Mal bei einer Veranstaltung des TKK. Mir gefällt es sehr gut, auch die Sitzmöglichkeiten in der Aula. Das Thema der Komödie betrifft eine aktuelle Problematik. Außerdem finde ich die Schauspieler sehr gut. Toll gemacht!

Hans Ritgen (72, Bordenau):
Es war eine spontane Entscheidung, die Komödie zu besuchen. Das Stück erfüllt unsere Erwartungen. Der Inhalt entspricht der heutigen Zeit. Eine Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Kulturen ist nur über die Toleranz möglich.

Von Carola Faber

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