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Leichen bleiben im Klinikum

Neustadt Leichen bleiben im Klinikum

Die Leichen von Patienten, die im Krankenhaus Neustadt sterben, bleiben auch künftig im Gebäude aufgebahrt, bis sie vom Bestatter abgeholt werden. Zumindest gerüchteweise hatte es Überlegungen gegeben, die Toten zentral in Hannover aufzubahren.

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Ein Leichenwagen an einem Friedhof. Zusätzliche Wege sollen vermieden werden.

Quelle: Ingo Wagner

Neustadt. Bisher kommt jeder in der Neustädter Klinik gestorbene Patient in Kühlkammern im Gebäude. Angehörige haben quasi in jedem Fall die Möglichkeit, den Toten ein letztes Mal zu sehen. Der Bestatter holt den Leichnam aus der Klinik an der Lindenstraße, bereitet dann die gewünschte Art der Bestattung vor.

Jetzt gab es Gerüchte - unter Bestattern wie unter Politikern. Ziemlich handfeste Gerüchte: Die Region werde einen Dienstleister beauftragen, jeden Toten aus dem Krankenhaus an der Lindenstraße umgehend in einen Kühlraum des Klinikums Siloah (Oststadt, Stadionbrücke) zu transportieren. Dort würde anschließend jeder Leichnam aufgebahrt, bis ein von Angehörigen beauftragter Bestatter ihn abhole.

Das wäre, sagt der Neustädter Bestatter Tim Schustereit "ein völlig unangemessener Mehraufwand". Ein Aufwand, den Angehörige zu bezahlen hätten, und der ihre Situation zusätzlich erschwere. Er wisse von entsprechenden Überlegungen, auf diese Weise zumindest mit Patienten zu verfahren, die nachts stürben. Er hoffe, dass noch eine andere, "vernünftige Lösung" gefunden werde. Kollege Uwe Ronneberg (Giesbers-Bestattungen) sagt, dass die bisherigen Abläufe im Klinikum "seit vielen Jahren gut funktionieren", sie sollten am besten so bleiben.

Klinikums-Sprecher Bernhard Koch bestreitet, dass es jemals derart weitreichende Planungen gegeben habe. Allerdings werde es Veränderungen geben. Geplant sei, dass ein Dienstleister - die Ausschreibung für den Umfang seiner Arbeit sei in Vorbereitung - künftig den Leichnam von der Krankenstation in die Aufbewahrung übernehme, "aber in einen klinikeigenen Kühlraum im Hause". So solle das Pflegepersonal entlastet werden, das bisher vor allem bei nächtlichen Sterbefällen gefordert sei.

Von Dirk von Werder

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