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Aufmerksame Nachbarn verhindern Betrug

Neustadt Aufmerksame Nachbarn verhindern Betrug

Aufdringliche Männer, die sich als Handwerker ausgaben, bedrängten eine Seniorin in Bordenau. Aufmerksame Nachbarn konnten der betagten Dame zu Hilfe eilen, verscheuchten die ungebetenen Gäste und informierten die Polizei.

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Die Polizei rät zur Vorsicht im Umgang mit den vermeintlichen Dachdeckern.

Quelle: Patrick Seeger

Bordenau. Der letzte Einsatz der angeblichen Handwerker kostete eine Bordenauerin über 700 Euro. Das verlangten ein ungebetenes Duo im letzten Jahr für die angebliche Reinigung von Gehwegplatten. "Unsere Nachbarin konnte sich gegen die aufdringlichen Herren nicht richtig durchsetzen und zahlte den geforderten Betrag. Dabei hatte die betagte Dame die Dienstleistung gar nicht in Auftrag gegeben", weiß ihr 58järhiger Nachbar. Die dreiste Masche der angeblichen Dachdecker, die mit einem Fahrzeug aus dem Kreis Osnabrück offenkundig regelmäßig  die Eigenheime von alleinstehenden,  älteren EMenschen ansteuern, hatte sich seinerzeit in Bordenau schnell herumgesprochen. "Die kommen etwa alle halbe Jahre", wusste ein weiterer Nachbar der über 80jährigen Dame.

Am Freitag versuchte das selbsternannte Dienstleistungsduo mal wieder sein Glück in Bordenau und scheiterte am aufmerksamen Umfeld der alten Dame. Ein rüstiger Senior hatte die Dienstleistungsanbieter  gerade lautstark von seinem Grundstück verwiesen und dann die umliegenden Haushalte vorgewarnt. Bei der alten Dame stieß die Drückerkolonnne allerdings erst einmal auf weniger Widerstand und machte Anstalten, die Dachrinne zu reinigen. "Die hatten schon die Leiter ans Dach gelehnt", beobachtete eine aufmerksame Nachbarin (53) aus dem Horster Weg. Gemeinsam mit ihrem Mann (58) stellte sie die eigenmächtigen Helfer und forderte sie auf, das Grundstück der betagten Dame unverzüglich zu verlassen.  "Die wurden richtig pampig", so der 58 -Jährige Helfer. Er beschreibt die selbsternannten Handwerker als  gepflegt und höflich, bekleidet mit der  dunkelgrauen Arbeitskleidung eines bekannten Herstellers. Die aufdringlichen Dienstleister sind schätzungsweise unter dreißig Jahre alt, fahren aber einen professionell wirkenden, weißen Kleinlaster von Fiat mit Osnabrücker Kennzeichen. "Ich habe das Fahrzeug fotografiert", so der hilfsbereite Nachbar, der von der Polizei erfuhr, dass die vorgeblichen Handwerker bereits stadtbekannt sind. Als die selbsternannten Dienstleister mitbekamen, dass tatsächlich die Polizei eingeschaltet worden war, packten sie ihre Leiter blitzschnell wieder ein und fuhren eilig davon. "Wir achten weiter auf die betagte Dame", sicherte 53jährige Bewohnerin des Nachbargrundstücks zu. Doch die Seniorin hatte sich sehr aufgeregt und zitterte am ganzen Leib. 

Von PATRICIA CHADDE

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