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Bibliothek leidet unter Platzmangel

Neustadt Bibliothek leidet unter Platzmangel

Die Stadtbibliothek ist beliebt und lockt die Neustädter in die City. Doch sie hat ein Problem: Sie muss 38.000 Medien auf 440 Quadratmetern unterbringen. Eigentlich wäre mehr als das Doppelte an Platz nötig.

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Kaum Platz zwischen den Regalen: Bibliotheksmitarbeiterin Jennifer Mennicke (links) berät Elisabeth Bohlmann.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. 2800 aktive Kunden nutzen regelmäßig das Angebot und leihen sich Bücher, Computerspiele oder DVDs aus. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Das Problem: Der akute Platzmangel bereitet Bibliothekaren, Stadt und Politik bereits seit vielen Jahren Kopfzerbrechen.

Seit 1979 ist die Bibliothek in einem Anbau am Schloss untergebracht - auf 440 Quadratmetern. Auf dieser Fläche lagern in der Summe rund 38.000 Medien: Bücher, Zeitschriften, DVDs, CDs und Spiele. Damit ist die Kapazitätsgrenze längst überschritten. Bei Veranstaltungen müssen die Mitarbeiter die Regale verrücken, um Platz zu schaffen. „Wir bräuchten eigentlich 1000 Quadratmeter Fläche, das wäre für uns die absolute Untergrenze“, sagt Leiterin Elke König-Gerdau.

Es gibt indes vage Hoffnung: In Rat und Verwaltung werden Pläne diskutiert, wie die Situation zu verbessern ist. Neustadts Grüne schlagen vor, die Bibliothek in das geplante neue Rathaus zu integrieren, andere präferieren einen Neubau an der Wunstorfer Straße auf Flächen am neuen ZOB.

König-Gerdau steht den Vorschlägen grundsätzlich positiv gegenüber. „Die Bibliothek ist ein Frequenzbringer. Für uns wäre wichtig, dass ein neuer Standort zentral gelegen und mit dem öffentlichen Nahverkehr gut zu erreichen ist“, sagt sie.

Ein ganz anderer Vorteil: Die Stadt könnte langfristig Geld sparen. Für die Bibliothek in einem eigenen Gebäude müsste sie keine Miete zahlen. Derzeit fallen jährlich 26.000 Euro Miete und 8000 Euro Nebenkosten an, die die Kommune der Stiftung Kulturregion überweist.

Von Benjamin Gleue

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