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Brand bei Nahwärmenetzbetreiber
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Wulfelade Brand bei Nahwärmenetzbetreiber

Am Dienstagmorgen ist das Holzschnitzellagers eines Nahwärmelagers in Wulfelade in Brand geraten. Es war erst kürzlich in Betrieb genommen worden.

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In Wulfelade brannte am Dienstagmorgen eine Holzverbrennungsanlage.

Quelle: Markus Rautenstrauch

Neustadt. Die Bewohner des am Hallenkomplex angebauten Wohnhauses, ein älteres Ehepaar und eine junge Frau, mussten es während der Löscharbeiten vorsorglich verlassen. Sie wurden vor Ort untersucht und waren unverletzt.

Ein Auslieferungsfahrer hatte gegen 6.25 Uhr bemerkt, dass aus dem Dach des Raiffeisen-Gebäudes Rauch quoll. Er rief die Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Dach, wie Feuerwehrsprecherin Martina Fachmann berichtet. Die insgesamt 90 Helfer brachten den Brand binnen einer knappen Stunde unter Kontrolle, gegen 9 Uhr war er schließlich gelöscht. Die Förderschnecke, die die Holzschnitzel automatisch in den Brenner transportiert, musste auseinandergenommen werden, weil die Feuerwehrleute per Wärmebildkamera Glutnester in der Anlage entdeckt hatten.

Die Anlage, betrieben von der Nahwärmegenossenschaft Ener:regio, ist erst seit Oktober in Betrieb. Sie wurde schon seit der Planung von den Anwohnern kritisch beäugt. Diese fühlen sich nun in ihren Befürchtungen bestätigt. Die 33 Haushalte, die von der Anlage versorgt werden, bekommen die Wärme nun aus einem Notaggregat, das bereits seit einigen Tagen vor der Heizanlage bereit steht. „An den ganz kalten Tagen haben wir uns etwas mehr Wärme gewünscht, und wir wollten die Notversorgung ausprobieren“, sagte Lothar Fricke vom Wärmebeirat, der Nutzervertretung der Genossenschaft.

Mit dem Brand wächst die Sorge der Anwohner

Für die Wärmekunden ist das Nahwärmenetz ein Segen - vielen direkten Anwohnern ist die Heizanlage im Raiffeisen-Gebäude ein Dorn im Auge.

Im Genehmigungsverfahren bei der Stadt hatten die Nachbarn auch geäußert, dass sie Brandgefahr befürchteten, zumal im Gebäudekomplex Düngemittel gelagert sind und darunter die Tanks der Raiffeisen-Tankstelle liegen. Mit dem - glücklicherweise glimpflich verlaufenen - Brand wächst nun ihre Sorge.

Ein Kontrolleur der staatlichen Gewerbeaufsicht aus Hannover nahm die Anlage gestern in Augenschein.

Von Kathrin Götze und Thomas Lunitz

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