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Brücken-Sperrung: Krisentreffen steht bevor

Neustadt Brücken-Sperrung: Krisentreffen steht bevor

Wohin mit den Lastwagen, die seit der Sperrung der B-6-Brücke über die Leine für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen nun durch Stadtgebiet fahren sollen? Die Antwort auf diese Frage bleibt die Stadtverwaltung derzeit schuldig. Noch ist nicht geklärt, über welche Straßen die Umleitungsstrecke führen soll.

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Neustadt. Und das kann auch noch ein paar Tage dauern. Die Stadt könne die Strecke nicht allein festlegen, wie Pressesprecher Benjamin Gleue erklärt. Vertreter der Verkehrsbehörden aus Garbsen, Wunstorf, der Region, des Landes, von Polizei und der Regiobus müssen erst an einen Tisch, um Fragen der Verkehrsführung zu klären. Auch Details, ob es beispielsweise Sondergenehmigungen für Rettungsfahrzeuge oder Busse geben kann, sollen besprochen werden. Einen Termin für das Krisentreffen gab es am Dienstag allerdings noch nicht.

Geklärt, aber noch nicht ausgeschildert ist die großräumige Umleitung für Lastwagen über die Bundesstraße 214, die Autobahnen 352 und 2. „Dazu braucht es Spezialbeschilderung, die wir nicht auf Lager haben. Bis Ende der Woche ist das hoffentlich erledigt“, sagt Friedhelm Fischer von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, als Leiter für den Geschäftsbereich Hannover zuständig.

Lastwagenfahrer auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung erfahren demnach von der Vollsperrung, wenn sie Neustadt bereits erreicht haben. Für Fahrzeuge aus Norden kommend ist derzeit erst 400 Meter vor der Abfahrt zu Leinstraße, der letzten Möglichkeit vor der Leine-Brücke, die Bundesstraße zu verlassen, die Sperrung ausgewiesen. Aus Süden kommend werden Lastwagen über 7,5 Tonnen zur Mecklenhorster Straße heruntergeleitet. Dort könnte es ab Mai besonders eng werden, wenn der zweite Bauabschnitt zwischen Löwenbrücke und B-6-Brücke beginnt.

Eine deutliche Zunahme an Lastwagenverkehr ist der Innenstadt gestern, am ersten Tag nach den Osterfeiertagen, an dem die Vollsperrung greift, erspart geblieben. Die von vielen Neustädtern befürchteten Staus auf der Leinstraße, der Mecklenhorster Straße oder der Kreuzung der Herzog-Erich-Allee mit der Wunstorfer Straße blieben aus. Das dürfte womöglich auch dem Umstand geschuldet sein, dass viele Lastwagen die Brücke trotz Sperrung in beide Richtungen passierten. „Das ist der schlechteste Fall“, sagt Fischer. „Bleibt das so, müssen wir die Fahrbahn auf der Brücke verengen.“ Dann aber ist dort auch für Einsatzwagen wie die der Feuerwehr Schluss.

Landesbehörde bekräftigt Entscheidung

Eine Woche nach der Vollsperrung der B-6-Brücke über die Leine für Lastwagen über 7,5 Tonnen diskutieren die Neustädter: Weshalb hat die Landesbehörde die Vollsperrung so kurzfristig angeordnet? Friedhelm Fischer, Geschäftsbereichsleiter Hannover, argumentiert mit einer „aktuellen Nachrechnung“. Diese sei für Bauwerke der BAst-Liste (Bundesanstalt für Straßenwesen) vorgeschrieben. Bei der Leine-Brücke habe die erste Berechnung Mängel ergeben, die zunächst die Verengung von vier auf zwei Fahrstreifen zur Folge hatte. „Wir hatten gehofft, damit den Zustand zu stabilisieren“, so Fischer. Die weitere Rechnung hatte dies nicht bestätigt, deshalb folgte unverzüglich die Vollsperrung für Lastwagen.

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