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Die Ratsmehrheit sucht das Gespräch

Neustadt Die Ratsmehrheit sucht das Gespräch

Was wird nun aus dem Integrationsbeirat? Die Spitzen der CDU/SPD-Ratsmehrheit wollen sich am Freitag mit den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Migration sowie den in den Beirat gewählten Vertretern der Neustädter Migranten zu einem Meinungsaustausch treffen.

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Murat Köse (von links) sucht gern das Gespräch, wie auf diesem Bild mit Jürgen und Christel Schart. Ob er aber zum von CDU und SPD geplanten Meinungsaustausch zum Thema Integrationsbeirat geht, will er erst kurzfristig entscheiden.

Quelle: Susanne Doepke (Symbolbild)

Neustadt. "Wir wollen unseren Standpunkt erläutern und freuen uns über Anregungen und Ideen. Vielleicht finden wir ja doch eine gemeinsame Lösung", sagt Sebastian Lechner, der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten.

Die Fronten sind verhärtet: Wie berichtet wollen CDU und SPD den Beirat nicht einsetzen, da in diesen nur türkische Muslime gewählt wurden. Stattdessen soll vom Rat mit Mehrheitsbeschluss neu gegründete Ausschuss für Integration und Gleichstellung die Arbeit übernehmen. Sowohl Opposition als auch in den Integrationsbeirat gewählte Mitglieder kritisieren den Alleingang der beiden stärksten Rats-Fraktionen.

Jetzt suchen CDU und SPD das Gespräch mit den Beteiligten. Murat Köse, er hatte bei der Wahl zum Integrationsbeirat die meisten Stimmen bekommen, ist sich noch nicht sicher, wie er das Angebot der großen Ratsfraktionen bewerten soll. "Ich hätte mir mehr gewünscht, dass man uns im Vorfeld fragt und von vornherein mit offenen Karten spielt. Wir fühlen uns verschaukelt", sagt er.

Ob Köse zu dem Treffen geht, will er kurzfristig entscheiden. "Ich bin noch zwiegespalten. Einerseits ist das Ding für mich durch, andererseits fühle ich mich den Migranten gegenüber aber auch verpflichtet, da ich in den ursprünglich geplanten Beirat gewählt wurde."

Und auch die politische Opposition ist irritiert. UWG-Politiker Günter Hahn ist beispielsweise nicht zu dem Treffen eingeladen, obwohl er Vorsitzender des neuen Integrations- und Gleichstellungsausschusses ist. "Ich finde sehr bedauerlich, dass ich nicht mal informiert worden bin", sagt er. "Wenn man über die Aufgaben des Ausschuss diskutieren möchte, sollte der Vorsitzende auch dabei sein", sagt er.

Von Benjamin Gleue

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