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Ein Familienleben für den Zirkus

Neustadt Ein Familienleben für den Zirkus

Heute hier, morgen da: Dustin Urban hat sich für ein Leben zwischen Wohnwagen und Manege entschieden. Der 23-Jährige ist Teil einer Zirkus-Familie, die seit mehr als 100 Jahren als Circus Salino durch die Welt tourt. Jetzt hat der kleine Wanderzirkus erstmals seine Zelte in Neustadt aufgeschlagen.

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Harte Arbeit gehört im Zirkusalltag dazu: Dustin Urban füttert die Pferde des Circus Salino.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. "Wir sind dort Zuhause, wo unser Wohnwagen steht", sagt Urban. Er ist in den Familienbetrieb hineingeboren, schon als kleiner Steppke hat er sich um die Tiere gekümmert oder hat in der Manege als Clown Stimmung gemacht. "Ich bin im Wanderzirkus groß geworden und kann mir nicht vorstellen, morgens aufzustehen und jedes mal denselben Baum vor dem Haus zu sehen", erzählt er.

Seinen Brüdern und Eltern geht es genauso. In vierter Generation betreiben Vater Frantisek Urban und Mutter Carola den aktuell 13-köpfigen Familienbetrieb. Zur Familie gehören aber auch Kamel Aladin, einige Pferde und Ziegen, Großkatzen oder Elefanten gibt es im  Circus Salino nicht. "Das könnten wir gar nicht leisten. Wir wollen ja, dass es unseren Tieren gut geht", sagt Urban.

Urlaub? Fehlanzeige. Freizeit? Wenig. "Unser Leben ist der Zirkus", sagt Dustin Urban, der als Artist im Familienbetrieb tätig ist. Doch er ist noch viel mehr: Er ist auch Pferdedresseur, Comedian, Metallbauer und Lastwagenfahrer.
Am Montag begann der Aufbau der Wagenburg und der Stallungen für die Tiere auf der Freifläche am Bahnübergang Wunstorfer/Moordorfer Straße, Dienstag wurde das 599 Zuschauern Platz bietende Zelt aufgespannt und die Tribüne in Handarbeit aufgebaut. Eine Knochenarbeit.

Hinzu kommt, dass jeder Akteur bis zu zwei Stunden täglich trainiert: Zum Repertoire des Zirkuses gehören Tierdressuren, Artistik und natürlich Clownereien.

Und wie bewertet die Familie die Zukunft des Zirkuswesens? "Der Zirkus muss mit der Zeit mitgehen. In allen Facetten", sagt Dustin Urban. Aber das ist für ihn und seine Familie nichts Neues, wie er berichtet. Schließlich mussten sie das seit der Gründung des Zirkuses schon häufiger.

Acht Vorstellungen in Neustadt

Vorhang auf, Manege frei: Am Donnerstag, 29. September, um 15.30 Uhr öffnet der Circus Salino erstmals sein Zirkuszelt für eine Vorstellung im Neustädter Land. Noch bis Sonntag, 9. Oktober, ist der Zirkus auf der Freifläche am Bahnübergang Wunstorfer/Moordorfer Straße heimisch. Vorstellungen steigen donnerstags, freitags und sonnabends jeweils um 15.30 Uhr. Am Sonntag und Montag, 2. und 3. Oktober, geht es um 11 Uhr und um 15.30 Uhr rund. Die finale Vorstellung steigt am Sonntag, 9. Oktober, um 11 Uhr. Erwachsene zahlen regulär 12 Euro Eintritt, Kinder 10 Euro. Auf www.circus-salino.de kann ein Gutschein von zwei Euro heruntergeladen werden. Sonnabend ist Omitag – dann haben Großmütter in Begleitung zahlender Enkel freien Eintritt.

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Zwei Stunden tägliches Training gehören für Jongleur Franjo Urban zum Alltag.

Quelle: Benjamin Gleue

Von Benjamin Gleue

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