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Grüne: So wird Ehrenamt deklassiert

Neustadt Grüne: So wird Ehrenamt deklassiert

Grüne und Linke im Rat – in einer Gruppe zusammengeschlossen – wollen das Aus für den im Sommer gewählten Integrationsbeirat nicht akzeptieren. Sie fordern die CDU/SPD-Ratsmehrheit zu Gesprächen mit allen Beteiligten auf.

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Ein Bild vor der wahl: Yadigar Yavas, Natalia Barth, Volker Jakubeit, Bahar Kruse, Adel Amor, Sylwia Tiemann, Reside Ötles kandidierten neben anderen.

Quelle: privat

Neustadt. „Die demokratisch gewählten Mitglieder des Integrationsbeirates sind frustriert und fühlen sich verprellt“, sagt Dominic Herbst, Sprecher der grün/roten Gruppe. Ähnlich sei die Stimmung in der Arbeitsgruppe Migration. Diese habe die Wahl des Beirates drei Jahre lang sorgfältig vorbereitet. „Neustadts Parteien waren über Zwischenergebnisse jeweils informiert“, sagt Herbst. Um so verwunderlicher sei es, dass CDU und SPD dann ohne Vorwarnung in der Ratssitzung am 3. November verkündet hätten, sie wollten den Beirat durch einen Integrationsausschuss ersetzen. Auch die neu gewählten Vertreter des Integrationsbeirates hätten das „völlig überrascht aus der Presse erfahren“.
„Wie wird hier mit Demokratie und Ehrenamt umgegangen?“ fragt Herbst. Das Engagement der Beteiligten werde deklassiert. „So kann man bei den Bürgerinnen und Bürgern keine Mitarbeit in politischen Gremien erreichen.“
Die Fraktion Grüne/Linke, so Herbst weiter, appelliere an die Mehrheitsgruppe CDU/SPD, sich auf demokratische Grundregeln zu besinnen und ihre Pläne noch einmal zu überdenken.
Sprecher der Ratsmehrheit kritisieren, dass in den Integrationsbeirat nur türkische Muslime gewählt worden seien. Daher sehen sie einen Ratsausschuss für Integration als sinnvoller an.

Von Dirk von Werder

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