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Das Tote Moor soll aufleben

Neustadt Das Tote Moor soll aufleben

Die Gelegenheit ist selten: Bei der Sommerradtour von Regionspräsident Hauke Jagau haben rund 50 Neustädter die Chance genutzt, hinter die Kulissen beim Torfwerk ASB zu schauen.

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Diese Fläche soll renatutiert werden.

Quelle: Susanne Döpke

Neustadt. Das Neustädter Torfwerk ist der wichtigste Standort des Unternehmens ASB Grünland in Deutschland, so sagt es Daniel Aurenz, Sohn von Firmengründer Helmut Aurenz. Der abgebaute Torf sei um einiges günstiger als der, den sein Unternehmen importiere und an anderen Standorten weiterverarbeite. Der 26-Jährige ist seit zweieinhalb Jahren Betriebsleiter in Neustadt und gibt Jagau und seine Besuchergruppe einen Überblick über Abbau- und Renaturierungsflächen. Beide wechseln sich im 100-Meter-Turnus ab, auf die nicht genutzten Teilstücken können Tiere ausweichen. „Für jede neue Abbaufläche müssen wir eine andere stilllegen“, erklärt Aurenz.

ASB hat Mitte der siebziger Jahre angefangen, im Toten Moor Torf abzubauen. Die gesamte eigene Fläche betrug damals 900 Hektar. Inzwischen hat die Region Hannover im Nordwesten Neustadts ein Areal von etwa 100 Hektar für etwa 1,2 Millionen Euro gekauft. „Wir freuen uns, dass wir uns mit ASB handelseinig geworden sind und so ein Stück Moor erhalten können“, sagt Jagau. Bis 2030 sei noch Torfabbau möglich, danach gebe es, sagt Aurenz, nur noch kleine Gebiete. Trotzdem solle der Betrieb mit Importtorf weiterlaufen. Die Region habe Kaufinteresse an weiteren Flächen angemeldet, berichtet Aurenz, doch der Preis habe nicht gestimmt. „Mein Vater ist passionierter Jäger und schätzt den Wert als Jagdgebiet höher ein als den gebotenen Preis“, sagt er.

Von Susanne Döpke

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