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Das etwas andere Büfett

Neustadt Das etwas andere Büfett

Es ist eine Herausforderung für Ruth Legagneux und Ehemann Jean-Robert: ein Mittagsbuffet für Flüchtlinge - anfänglich 20, mittlerweile 40 junge Männer, vorwiegend aus Syrien. Tag für Tag sind sie gefordert, für wenig Geld zu kochen - und doch schmackhaft und nahrhaft.

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Junge syrische Flüchtlinge holen sich im Le Caf Cave das von Jean-Robert Legagneux gekochte Essen.

Quelle: Susanne Doepke

Neustadt. Es gab Anlaufschwierigkeiten, sagt die Gastronomin. Insbesondere in der ersten Woche, in der die Flüchtlinge aus der Hans-Böckler-Turnhalle zur Mittagszeit in das Restaurant Le Caf Cave an der Landwehr kamen. Die Eheleute beliefern bereits Altenheime und Kindertagesstätten, kennen sich aus. Für die Versorgung der Flüchtlinge bekommen sie von der Stadt 4,50 pro Tag und Essensgast.

„In der ersten Woche haben wir jede Menge Essen weggeworfen, auch Fleisch“, sagt die Wirtin. Sie hat nachgeforscht - die Männer, das weiß sie inzwischen, hätten befürchtet, dass das Fleisch nicht „halal“, also nach muslimischen Regeln zubereitet, sei. Daraufhin formulierte sie einen Text, ließ ihn auf Arabisch, Türkisch und Albanisch übersetzen. Darin wird versichert, dass nur Halal-Fleisch verwendet wird. Seit das Schriftstück ausliegt, greifen die Gäste zu. Auch Zeiten und Ablauf werden schriftlich erklärt. „Einige der Syrer sprechen auch Englisch und können uns so Wünsche mitteilen“, sagt die Chefin.

Und die Gäste? Würden „eigentlich gern selbst kochen“, wie einer von ihnen, Seyad mit Vornamen, erklärt. Er zeigt auf seinem Handy ein Foto mit einer Tafel voller Speisen. „Die hat er selbst zubereitet“, sagt sein Tischnachbar. Beide hoffen, bald in eine Wohnung umziehen zu können.

von Susanne Döpke

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