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Betonklotz in der Kurzzeitmiete

Neustadt Betonklotz in der Kurzzeitmiete

Ein Betonklotz auf Abruf? Das 1971 gebaute städtische Freizeitzentrum steht vor einer unsicheren Zukunft.

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Das Veranstaltungszentrum Leinepark steht vor einer nicht wirklich gesicherten Zukunft.

Quelle: von Werder

Neustadt. So richtig glücklich ist Niemand mit dem Prunkbau von einst: 3660 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, viel Beton und Treppe, gewöhnungsbedürftige Raumaufteilung, energetisch antiquiert. Einzig Gutes aus Sicht der Stadt: Sie hat mit der Volkshochschule Hannover-Land einen seit über einem Jahrzehnt bewährten Mieter. So scheint es zumindest; denn der zuvor langfristige Mietvertrag ist 2013 ausgelaufen, verlängert sich seither "immer nur für ein Jahr", wie Stadtsprecherin Nadine Schley mitteilt. Das sei "generell kein Problem", die Schule habe bisher keinerlei Anstalten gemacht, den Bau verlassen zu wollen. "Aber für Bauunterhalt und Investitionen am Baukörper sei das nicht optimal.

Die Stadt hatte sich ihr Freizeitzentrum 1971 gegönnt - als Ersatz für die baufällige Bürgerhalle an selber Stelle. Vielfältige Nutzungen waren vorgesehen: Ballsaal, Sitzungssaal des Rates, Kino, Veranstaltungsräume in unterschiedlichster Größe und Zuschnitt sowie eine recht große Küche mit Gastronomie. Doch weder Kino noch Gastronomie konnten sich langfristig  etablieren; die Küche gilt als technisch überaltert und störanfällig. "Eigentlich nicht mehr zu nutzen", sagt ein Neustädter Wirt.

"Natürlich ist ein Bau nach über 40 Jahren sanierungsbedürftig", sagt Stadtsprecherin Schley. Jeder wisse aber um den städtischen Investitiosstau; außerdem stünden große Investitionen bevor (Feuerwehrhaus, Rathaus). Da fehle der Antrieb und die Kraft, sich zeitnah mit dem Bau an der Suttorfer Straße zu beschäftigen.

VHS-Geschäftsführer Martin Kurth war gestern nicht zu erreichen. Offenbar gehen aber auch die Gremien der Bildungseinrichtung davon aus, dass der Vertrag mit der Stadt weiter läuft. "Ich habe nichts anderes gehört", sagte auf Anfrage der Neustädter Ratsherr Werner Rump, der der Zweckverbandsversammlung der VHS angehört. Als Neustädter Bürgervertreter sei er aber nicht glücklich mit der Situation. "Man kann das so machen; aber ein langfristiger Vertrag wäre sicherlich sinnvoller".

Von Dirk von Werder

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