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Ein Plakat sorgt für Probleme

Neustadt Ein Plakat sorgt für Probleme

Auf Plakaten im Zentrum der Stadt wirbt Ratsherr Dirk Salzmann seit Wochenmitte um Unterstützung für ein Bürgerbegehren zum geplanten Rathausbau - sehr zum Unwillen von Vertretern der Kaufmannschaft.

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Mit diesem Plakat wirbt Ratsherr Dirk Salzmann um Unterstützung für sein Bürgerbegehren.

Quelle: von Werder

Neustadt. Ausgerechnet zum Goldenen Sonntag morgen, zu dem viele tausend Menschen im Zentrum erwartet werden, hängen 20 Plakate entlang der Markt- und ihrer Nebenstraßen. Ratsherr Salzmann ruft darauf auf, das von ihm angestrengte Bürgerbegehren für einen Rathausbau an der Nienburger Straße zu unterstützen.

Das missfällt nicht nur der Mehrheit im Rat der Stadt, sondern auch weiten  Teilen der Kaufmannschaft. Noch am Donnerstag hatte die Gemeinschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) sich hinter Pläne von SPD und CDU gestellt, das Rathaus in Kombination mit neuen Einzelhandelsgebäuden auf Flächen südlich der Marktstraße zu bauen. Ziel: ein Frequenzbringer für die Innenstadt soll entstehen, neue Besucher in neue Geschäfte locken.

Kaum hingen die Plakate, waren sie - vorübergehend - auch schon wieder verschwunden. Abgebaut überwiegend von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes, und zwar, so die Stadtverwaltung gestern, "auf Wunsch eines Anwohners". Das Ganze habe auf einem "Missverständnis beruht".

Inhalt des "Missverständnisses": Ein Vertreter der Kaufmannschaft hatte, soviel scheint fest zu stehen, die Bauhofmitarbeiter bei einer turnusgemäßen Reinigung der Innenstadt aufgefordert, die Plakate abzubauen, die seiner Meinung nach "wild plakatiert" seien. Das allerdings waren sie nicht, wie Ratsherr Salzmann in Gesprächen mit Verwaltungsmitarbeitern am Freitag früh belegen konnte. "Ich habe selbstverständlich einen Sondernutzungsantrag gestellt, den genehmigt bekommen und bezahlt", sagt der Politiker. Warum die Plakate dann dennoch entfernt worden seien, sei ihm schleierhaft. Immerhin: die Verwaltung reagierte gestern vormittag umgehend, wies den Bauhof an, die Plakate wieder aufzuhängen.

Ein Vertreter der Kaufmannschaft, Fleischermeister Heiner Plinke, erklärte gestern auf Anfrage: "Wie halten das Plakatieren außerhalb von Wahlkampfzeiten für nicht gut". Es schädige das Stadtbild.

Von Dirk von Werder

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