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Investoren sicher: Windpark wird gebaut

Neustadt Investoren sicher: Windpark wird gebaut

Ausgang des Winters beginnen die Bauarbeiten am Windpark Esperke. Davon gehen die Investoren aus.

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Matthias Rudloff (links) und Thomas Reimann, die Vertreter der Investoren enercity und Wirtschaftsbetriebe, zeigen die Mappe mit Planunterlagen, die jeder Interessent bei den Stadtwerken einsehen kann.c

Quelle: von Werder

Esperke. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagt Frank Dollmann. Der Spezialist für Energiewirtschaft bei den Stadtwerken Hannover ist Projektleiter des Windpark Esperke, des "ersten wirklich kommunalen Windparks in der Region Hannover". Gestern tritt Dollmann in Neustadt vor Pressevertreter, wirbt, unterstützt von weiteren Vertretern der Investoren von enercity (einer Tochter der Stadtwerke Hannover)  und Wirtschaftsbetrieben Neustadt für das 25-Millionen-Euro-Projekt im äußersten Nord-Westen Neustadts.

"Hausaufgaben gemacht" heißt: Der Flächennutzungsplan ist geändert, die notwendige Anpassung des Raumordnungsprogramms der Region nur noch Formsache. Die Baugenehmigung für die fünf Räder ist es demnach auch  so gut wie, jedenfalls. "Für vier der fünf Räder wird sie auf jeden Fall bis Jahresende vorliegen; für das fünfte zumindest sehr wahrscheinlich", sagt Wolfgang Domas, der für enercity die Genehmigungen einholen soll.

Vier der Räder liegen in einem von Region und Stadt unumstrittenen Gebiet, das fünfte, nördlichst gelegene, muss "um 200 Meter nach Osten verlegt werden", ergänzt enercity-Geschäftsführer Matthias Rudloff. Grundsätzliche Probleme erwartet er nicht; auch nicht Thomas Reimann, Prokurist der Neustädter Wirtschaftsbetriebe. Reimann wie Rudloff erklären, warum die Investoren zuletzt in eine "Terminfalle" geraten sein. Das Raumordnungsprogramm der Region trage zwar den Namen "2015" werde aber jetzt erst verabschiedet - mit Verspätung, die so nicht absehbar gewesen sei. Und nun rücke der Stichtag nahe, der 1. Januar 2017, die neuen Richtlinien für Erneuerbare Energien. "Investoren denken wirtschaftlich", sagt Rudloff. Für Anlagen, die 2017 genehmigt würden, gelten andere Vergütungen - "zehn bis 15 Prozent weniger" - und es sei nicht einmal sicher, dass der Strom vor Ort eingespeist werden dürfe. "Obwohl der Bedarf da ist", betont Reimann.

Alle vier Unternehmenssprecher gehen davon aus, dass die Genehmigung für den Bau erteilt wird. Dagegen könne geklagt werden. Doch seien "schlagkräftige Argumente" erforderlich. Entsprechende seien ihnen bisher nicht bekannt. Ein Baubeginn im zeitigen Frühjahr werde angestrebt.

Pläne können eingesehen werden

Vier Wochen lang können bei den Stadtwerken in Neustadt die Pläne für den Windpark eingesehen werden. Ein prall gefüllter Ordner liegt dort aus, soll für "Transparenz im Verfahren" sorgen, wie die Planer sagen. Vier Wochen lang können demnach auch Bedenken vorgetragen, Änderungswünsche geäußert werden - ohne rechtliche Relevanz. Am Freitag, 11. November, Uhrzeit noch offen  "gegen Abend" soll über das gesamte Verfahren nochmals abschließend im Soldatenheim "Oase" Luttmersen gesprochen werden. Dabei geht es dann auch um das Modell Bürgerbeteiligung. An zweien der Räder können sich Privatleute beteiligen - mit Summen, vermutlich ab 1000 Euro in Form von Sparbriefen.

Die Räumlichkeiten der Stadtwerke zu den Geschäftszeiten des Kunden-Centers der  zugänglich: Montag und Dienstag, 8-16 Uhr, Mittwoch, 7-13 Uhr, Donerstag 8-18 Uhr, Freitag 8-14 Uhr. Hinweise und Fragen zu dem Antrag können per E-Mail an genehmigungsantrag@enercity.de oder per Post an Wind-park Esperke GmbH, Ihmeplatz 2, 30449 Hannover.

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Bald auch in Esperke? Das Bild entstand beim Bau von Windrädern in Wulfelade

Quelle: Thomas Lunitz

Von Dirk von Werder

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