Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Sie wollen Menschen die Angst nehmen

Neustadt/Wunstorf Sie wollen Menschen die Angst nehmen

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes Dasein befassen sich täglich mit Themen, die oftmals verdrängt werden – dem Tod und allem was dazu gehört.

Voriger Artikel
Erkans Plädoyer für eine Freundschaft
Nächster Artikel
Hammerbalken hat fast 150 Jahre gehalten

Pastor Dirk Heuer und Sabine Behm zähle zu den Aktivposten im Hospizdienstv

Quelle: privat

Neustadt. Sie begleiten Sterbende auf ihrem letzten Weg und unterstützen Angehörige in der schweren Zeit des Abschieds: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes Dasein im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf befassen sich täglich mit Themen, die oftmals verdrängt werden – dem Tod und allem was dazu gehört.

„Denn am Ende zählt der Mensch“ lautet das Credo, das sich die Helfer auf die Fahnen geschrieben haben. Seit nunmehr 16 Jahren hilft der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Schwerstkranken und sterbenden Menschen, die letzte Zeit ihres Lebens so würdig wie möglich zu gestalten. „Wir sind da, wenn wir gebraucht werden“, sagt Ulla Edelmann, die das Projekt an der Seite von Chefkoordinatorin Sabine Behm betreut.

Im Kirchenkreis sind derzeit 38 ehrenamtliche Sterbebegleiter tätig, durchschnittlich werden sie jährlich in etwa 50 Familien vermittelt. Die Aufgaben der Ehrenamtlichen sind vielfältig: Sie hören zu, spenden Trost und nehmen Ängste. Sie helfen bei der Erstellung einer Patientenverfügung oder informieren Hilfesuchende, wie palliative Versorgung in Anspruch genommen werden kann.

Ein ganz wichtiger Teil ihrer Arbeit ist laut Behm aber, auf die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. „Nur so können wir den Ängsten vieler Menschen begegnen. Etwa die Angst vor dem Alleinsein, vor Schmerzen und davor, anderen zur Last zu fallen“, sagt sie.

Um über das Angebot des Hospizdienstes zu informieren, sind die Dasein-Helfer am Freitag, 14. Oktober, erstmals mit einem Stand beim Wochenmarkt vertreten. Von 10 bis 13 Uhr beantworten Sabine Behm und ihre Mitstreiter Fragen rund um ihre Tätigkeit. Auch über das vor einem Jahr in Kraft getretene neue Hospiz- und Palliativgesetz wollen sie informieren.

Helfer werden gesucht

Der ambulante Hospizdienstes Dasein sucht jederzeit neue Mitstreiter: Wer sich ehrenamtlich als Sterbebegleiter engagieren will, muss zunächst aber den neunmonatigen Vorbereitungskurs "Sterbende begleiten lernen" absolvieren. Der Kurs hat zum Ziel, sich mit dem Thema Sterben und Tod auseinander zu setzen und die Ehrenamtlichen auf die anspruchsvolle Aufgabe als Sterbebegleiter vorzubereiten. Zwar beginnt der nächste Kurs erst im nächsten Jahr, Anmeldungen von Interessenten werden aber bereits angenommen. Informationen erteilt Koordinatorin Sabine Behm unter Telefon (05032) 914507. Mehr zum Thema ist im Internet auf www.hospiz-dasein.de zu finden.

Von Benjamin Gleue

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sp98st6o1z19kby3k5w
Dachdeckereinkauf eröffnet auf neuem Gelände

Fotostrecke Neustadt: Dachdeckereinkauf eröffnet auf neuem Gelände