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Der schönste aller Pumpenplätze...

Basse Der schönste aller Pumpenplätze...

600 Seelen und immer für eine Überraschung gut - das hat Basse einmal mehr mit einer Neueröffnung seines Pumpenplatzes bewiesen - der wievielten, eigentlich?

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An die öffentliche Trinkwasserversorgung ist Basse schon lange angeschlossen – aber die Pumpenplätze haben sich die Bürger erhalten.

Quelle: Symbolbild

Basse. So ganz genau weiß auch Wilfried Rabe, Sprecher der Dorfgemeinschaft, diese Frage nicht zu beantworten. „Es mag die vierte sein“, sagt er Sonntag; knapp 100 Basser sind zum Frühschoppen dabei, um den Platz erneut zu eröffnen. Zumindest zweimal haben die Basser in den vergangenen 22 Jahren schon richtig Remmi-Demmi um ihren Pumpenplatz gemacht: nach Neuanlage 1993, nach Neubau der Wasserleitung vier Jahre später.

Und diesmal? Galt es „den modernsten Pumpenplatz weit und breit zu feiern“, wie Rabe sagt. Wo, im Umland, gibt es denn überhaupt noch eine mit Handkraft betriebene Wasserpumpe wie anno dunnemals (siehe kleiner Text unten)?

Basse hat die Fläche in der Dorfmitte in allen Jahrzehnten in Ehren gehalten, auch als es längst an die öffentliche Trinkwasserversorgung durch den Wasserverband Garbsen/Neustadt angeschlossen war. Die Dorfgemeinschaft - mehrfach für ihr Engagement auch auf höheren Ebenen des Dorfwettbewerbes ausgezeichnet - hat eine schmucke Sitzecke an der alten Pumpe angelegt, hat die Basser Info-Tafel mit Karte und vielen informativen Hinweisen auf Land, Leute und Umgebung neben die Sitzecke positioniert und hat aktuell die Sitzecke auch noch auf eigene Kosten überdacht.

Letzteres war Grund für die neuerliche „Eröffnung“ . „Wir wollen Leuten etwas bieten, die Basse erkunden“, sagt Rabe. Radfahrer, vom Regenschauer überrascht, könnten „eben sicher sein, in Basse trocken sitzen zu können“.

Klar, dass ein Fest wie dieses auch dem Miteinander dient, dem Dank an zahlreiche Helfer, auf die sich die Dorfgemeinschaft immer verlassen kann. Und richtig fit sind die Basser auch, wenn es darum geht, nächste Generationen für ihr Dorf zu begeistern. Im „Bajukit“, ist der Nachwuchs organisiert, im „Basser-Jugend-und Kindertreff“. Chef der Truppe ist Jörg Lorenz, selbständiger Garten- und Landschaftsbauer mit Wohnsitz im Dorf und nebenbei für die Gestaltung des Pumpenplatzes verantwortlich. Rabe: „Wir freuen uns, dass wir gute Leute im Dorf haben und die auch einbinden können.“

Von Dirk von Werder

Bis 1960 war sie unverzichtbar

Ältere Leute wissen noch um die Bedeutung öffentlich zugänglicher Schwengelpumpen. Die Pumpe in Basses Ortsmitte erinnert an deren Bedeutung: Bis 1960 war die Pumpe dort unverzichtbar für Bewohner ohne eigenen Brunnen. Die waren auf das (Trink)wasser aus dem Brunnen angewiesen, schöpften sich ihren Vorrat, trugen ihn nach Hause. Erst danach wurde das Dorf an die öffentliche Trinkwasserleitung angeschlossen. Das Wasser aus der heutigen Pumpe in Basse gilt offiziell übrigens nicht mehr als trinkbar; der Eisengehalt ist zu hoch. vw

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