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Startprobleme bei der AfD

Neustadt Startprobleme bei der AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat Startprobleme in Neustadt. Für die Kommunalwahl sollen trotzdem Listen aufgestellt werden.

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Raimar Riedemann konnte noch keinen AfD-Stadtverband gründen.

Quelle: von Werder

Neustadt. Ex-Ratsherr Raimar Riedemann (UWG, Bürgerforum) ist weiter entschlossen, bei der Kommunalwahl für die AfD anzutreten. Mit der Gründung eines Stadtverbandes ist er zunächst gescheitert.

Formalien sind nicht sein Ding, sagt Riedemann, das habe er beim Startversuch in neuer politischer Heimat – der „Alternative für Deutschland“ – feststellen müssen. 20 Mitglieder gebe es in Neustadt, davon habe jedoch „noch nicht jeder seinen Parteiausweis.“ Die AfD prüfe jeden Mitgliedsantrag genau. Ein zunächst als „Gründungsversammlung“ für einen Stadtverband anberaumtes Treffen habe daher diesem Anspruch nicht gerecht werden können, sagt der 73-jährige. „Wir haben das vertagt“. Ende Juni, so hofft er, werde die Gründung dem Reglement entsprechend über die Bühne gehen. Bis dahin will er nicht untätig sein. „Ich hoffe, dass wir mit 15 Bewerbern für den Rat antreten.“ Dazu solle „der ein oder andere Kandidat“ für Ortsräte gewonnen werden. Problem: Die AfD dulde, sagt Riedemann, im Gegensatz zu anderen Parteien nur eingetragene Mitglieder auf ihren Wahlvorschlägen Riedemann hat in Neustadt einige kommunalpolitische Erfahrung, war Ratsmitglied, stellvertretender Bürgermeister, 2004 Bürgermeisterkandidat. Erst zum Jahreswechsel war er mit Ehefrau Heike und zwei Kindern aus seiner zwischenzeitlichen Wahlheimat Chile nach Neustadt zurückgekehrt, will jetzt „hier Neustädter Politik machen, weil sonst nichts passiert.“


 Kommentar: Eine großartige Gelegenheit

Der Form nicht genügt: Welch großartige Gelegenheit, auszusteigen. Raimar Riedemann sollte sie nutzen. Kein AfD-Stadtverband, keine AfD-Liste für die Kommunalwahl, keine weitere Wählersammelgruppe, die eine konstruktive Zusammenarbeit von Bürgervertretern im künftigen Rat zusätzlich erschwert. Was sollten Riedemann und die AfD  in der Stadtpolitik bewirken können, was nicht Vertreter anderer Parteien oder Gruppen längst zum Thema gemacht haben? Nichts. Neustadt braucht diese AfD nicht!

Von Dirk von Werder

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