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Die Gemeinde rückt zusammen

Eilvese Die Gemeinde rückt zusammen

Münzen, eine Bauzeichnung, Zeitungen und eine Chronik bis zum Jahr 1980 hat Werner Nuttelmann in einer Metallkassette gefunden, als er den Stein mit der Jahreszahl aus dem alten Eilveser Gemeindehaus entfernt hat.

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Lukas Schustereit (von links) Pastorin Franziska Oberheide, Superintendent Michael Hagen und Werner Nuttelmann zeigen Grundsteine und Zeitkapsel für das neue Gemeindehaus in Eilvese.Döpke

Quelle: Susanne Doepke

Eilvese. Der Stein ist am Freitag in den Rohbau des neuen Gemeindehauses eingesetzt worden, gemeinsam mit einem neuen, der die Jahreszahl 2015 trägt.

Auch die Kassette wird wieder in der Mauer verbaut - mit aktualisiertem Inhalt. Also werden auch Euro-Münzen, Zeitungen und ein Abriss der Dorfgeschichte dazugelegt. Bei der Zeitkapsel aus dem Jahr 1980 hat sich jemand viel Mühe gegeben: Die D-Mark-Münzen sind in Wachs gegossen und in einer Kartenspielhülle aus Plastik verpackt worden. Die Papiere wurden sorgfältig in Wachspapier gewickelt, um alles vor Feuchtigkeit zu schützen. „Vielleicht freut sich in vielen Jahren einmal jemand darüber, eine Zeitung aus echtem Papier in Händen zu halten“, sagt Pastorin Franziska Oberheide mit einem Lächeln.

Die Kirchengemeinde gibt das alte Gemeindehaus in 500 Metern Entfernung am Eisenberg auf. Es ist nach einem Verteilungsschlüssel der Landeskirche etwa dreimal zu groß für die Gemeinde mit ihren 980 Mitgliedern. Demnach wird auch nur ein Drittel der Kosten übernommen: „Es wäre auf die Dauer zu teuer geworden, das Gebäude zu unterhalten“, sagt Oberheide. Als vor zwei Jahren das Nachbargrundstück der Kirche zum Verkauf stand, griff die Gemeinde zu. Sie will nun einen Bau errichten, der auf die Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Kosten von etwa 450 000 Euro tragen zu je 35 Prozent Kirchenkreis und Landeskirche, 30 Prozent muss die Gemeinde selbst mit dem Verkauf des alten Gebäudes und Spenden aufbringen.

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