Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Jäger sind sauer auf die Landesregierung

Neustadt Jäger sind sauer auf die Landesregierung

In Abwesenheit auf der Anklagebank: Die Niedersächsische Landesregierung stand bei der Hauptversammlung der Jägerschaft Neustadt im Mittelpunkt heftiger Kritik von Waidmännern wie Politikern.

Voriger Artikel
Bertram-Kühn tritt für FDP an
Nächster Artikel
Mächtig Beute im Museum

Die Absolventen der Prüfung zum Jagdschein erhalten während der Versammlung ihre Jägerbriefe.

Quelle: Jägerschaft Neustadt

Neustadt. Sebastian Lechner, CDU-Landtagsabgeordneter und selbst seit einigen Monaten Jäger, nutzte seine Grußworte an die Waidleute aus Neustadt, Wunstorf und Garbsen (etwa 600 sind organisiert), um vornehmlich das Landwirtschaftsressort von Minister zu kritisieren. Lechner sprach von "jagdfeindlicher Klientelpolitik" des grünen Ministers, der sich zudem der Kommunikation mit ihm nicht genehmen Gruppen verweigere. Er gehe davon aus, dass die Landesregierung weitere restriktive Einschnitte in das Jagdrecht plane.

Thema vor Ort ist nach wie vor auch der Umgang mit Wölfen. Seit fünf  Monaten bemühe sich die Jägerschaft um einen Termin für eine gemeinsame Veranstaltung mit Landwirten, Nutztierhaltern und Pferdezuchtverbänden, um über die aktuelle Entwicklung und  mögliche Herdenschutzmaßnahmen zu informieren. Das dafür zuständige Wolfsbüro unter Verantwortung von Umweltminisinter Stefan Wenzel
(Grüne) reagiere einfach nicht, teilt Jägerschaftssprecher Karsten Ahlborn mit. "Eine rote Linie ist durch das Wolfsbüro überschritten, und jetzt werden wir uns mit betroffenen Verbänden im Neustädter Land zusammenschließen, um dagegen anzugehen", sagt Ahlborn. Die Jägerschaft werde sich dabei um die Unterstützung von Politikern vor Ort bemühen. Sebastian Lechner sagte seine volle Unterstützung bereits zu, Landtagskollege Mustafa Erkan (SPD) hatte sich entschuldigt; er war Gast der Robby in Mariensee.

Große Sorgen bereitet Jägerschaft und Polizei nach wie vor die große Zahl von Wildunfällen im Neustädter Land. Im vergangenen Jahr sind die Neustädter Beamten zu 306 Wildunfällen gerufen worden, das entspricht fast 30 Prozent aller Unfälle im Stadtgebiet. Rolf Wenda, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Neustädter Kommissariat, will gemeinsam mit Jägerschaft und Stadtverwaltung nach Maßnahmen suchen, die zu einer Reduzierung der Wildunfälle führen können.

Von Benjamin Gleue und Dirk von Werder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sk7393s99fjtcwhhda
Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln

Fotostrecke Neustadt: Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln