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Bei der Wassermühle läuft alles rund

Neustadt Bei der Wassermühle läuft alles rund

Um die Wassermühle Laderholz kümmert sich seit 1991 ein Verein, der das 1950 stillgelegte Gebäude mit neuem Leben füllt. Jetzt haben die Vereinsmitglieder bei der Sommeraktion von HAZ und STIFTUNG Sparda-Bank kräftig angepackt - und sich einige Wünsche erfüllt.

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HAZ-Sommereinsatz bei der Wassermühle Lehrte: Rund 15 Mitglieder des Mühlenverein und ihre Helfer haben kräftig angepackt.

Quelle: Benjamin Behrens

Laderholz. Seit 1950 lag sie im Dornröschen-Schlaf und verfiel. Zum Glück wollten einige Laderholzer Einwohner das nicht hinnehmen und gründeten einen Verein mit dem Ziel die alte Wassermühle des Dorfs zu erhalten. Um die Schönheit dieses historischen Gebäudes auch weiterhin zu bewahren, haben Mitglieder bei der HAZ-Sommeraktion kräftig angepackt.

Zwar gibt es nach jahrelanger Arbeit an der erstmals 1167 urkundlich erwähnten Mühle nicht mehr viel zu machen, aber es gab ein paar andere Baustellen. Etwa den Toilettenwagen, der bei den Festen und Veranstaltungen zum Einsatz kommt. "Wir haben den mal sehr gebraucht gekauft", sagt Karin Bornemann. "Er hatte uralte Bereifung, die zu ersetzen ist teuer", sagt die Vorsitzende des Vereins "Wassermühle Laderholz". Dank 2100 Euro von der Sparda-Stiftung, konnte sich der Wunsch nach neuen Reifen endlich erfüllen. Auch für neue Armaturen, Waschbecken und Spiegel war Geld da. Und wenn das fahrbare "Stille Örtchen" an der Frontseite schon in frischem rot und weiß erstrahlte, an der Rückseite schimmerte noch die bewegte Geschichte in orange, blau, weiß und Rost durch. Cornelia Meier und Maren Stünkel sind ihr mit Pinsel und Farbe zu Leibe gerückt.

Die meiste Zeit geht ist den Vereinsmitgliedern aber darum Geschichte nicht zu verdecken, sondern sichtbar und erlebbar zu machen. An der Steinmauer der Wasserräder ist die Jahreszahl 1738 zu erkennen. Damals wurde die Mühle erneuert und erhielt ein sogenanntes unter- und ein oberschlächtiges Wasserrad. "Das ist das Besondere an der Mühle", erklärt Gerhard Kastenschmidt. Beide Wasserräder können die Mühlsteine im Innern antreiben. Das große unterschlächtige Rad wird von dem unter ihm hindurch fließenden Wasser der Alpe angetrieben. Ist der Wasserstand höher, kommt das oberschlächtige Rad zum Einsatz, bei dem das Wasser von oben durch ein Rinne fließt.

Gerhard Kastenschmidt ist nicht nur der Müller der Laderholzer Mühle, er hat auch eines von 23 Gründungsmitgliedern. "Ursprünglich wollten wir nur das Mühlrad wieder herstellen", erinnert sich Kastenschmidt. Inzwischen ist die Mühle sogar wieder in Betrieb. "Wir dürfen zweimal im Jahr Stauen." Dieses Jahr kommt beim "Mahltag" am Sonntag, 25. September, Dinkel unter die Steine. Bis dahin kann die Mühle jeden Sonntag mit Führung besichtigt werden. Zusätzlich zu 2100 Euro der Sparda Stiftung, hat der Mühlenverein noch 800 investiert. Frischer Splitt verschönert jetzt den idyllisch am Mühlteich gelegenen Innenhof. Außerdem haben neue Magnettafeln die alten Holztafeln des Infokasten ersetzt und Unkraut auf dem Gelände und am Teich ist verschwunden.

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Von Benjamin Behrens

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